Schadschnecken im Raps: Trotz Trockenheit genau hinschauen

Nach der langen Trockenperiode im Sommer stellt sich für viele rapsanbauende Betriebe die Frage, ob die junge Rapssaat durch Schadschnecken gefährdet ist. Grundsätzlich gilt: Trockene Bodenbedingungen bremsen die Aktivität der Schnecken deutlich und führen zu einer Verringerung der Population. Insbesondere in diesem Sommer sind die Böden häufig tiefgründig ausgetrocknet. Die Erfahrung zeigt, dass damit die Ackerschnecken zwar nicht ausgestorben sind, aber deren Schadrisiko deutlich herabgesetzt ist. Solch trockene Witterungen überstehen die Schnecken am ehesten in der Nähe von Gräben, beschatteten Feldrändern bzw. Böschungen mit Altgras oder Mulch. Von dort sind es die vergleichsweise mobileren Gemeinen Wegschnecken, die die Feldränder aufsuchen und junge Rapssaaten schädigen können. Nach einem Regenereignis lässt sich das Schadrisiko relativ einfach mithilfe von Schneckenfolien feststellen. Auch die genaue Beobachtung der Pflanzen auf Fraßspuren und Schneckenschleim gibt Hinweise darauf, ob ein Einsatz von Schneckenkorn erforderlich ist oder Kosten eingespart werden können.

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