Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Veranstaltungen & Termine

Hühnermast im Mobilstall, Bruderhähne und Zweinutzungstiere

Veranstaltungstermine
16. Februar 2022 09:30 Uhr bis 15:30 Uhr
Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.

Inhalt

Konsequenzen für Junghennen- und Bruderhahn-Aufzucht aus den KAT Bestimmungen u. der novellierten EU-Öko-VO
Dr. Christiane Keppler, LLH, Fritzlar

Geeignete Aufzuchtverfahren für Bruderhähne
Tobias Ferling, LOHMANN Deutschland Junghennen GmbH & Co. KG, Ankum

Geeignete Zweinutzungsrassen – wie weit ist die Zucht?
Prof. Steffen Weigend, Friedrich-Loeffler-Institut, Institut für Nutztiergenetik, Mariensee

Zweinutzungshühner in der Praxis – Bericht aus dem Projekt RegioHuhn
Olivia Müsseler, Beratung für Naturland, Bonn

Hühnermast im Mobilstall – Erfahrungen aus dem MuD Tierschutzprojekt
Sandra Kronenberg, Fachhochschule Südwestfalen, Soest

Praktikerberichte

„Mein Bruderhahn“ – ein Vermarktungskonzept stellt sich vor
Babette Sauerland, Prio Produkte Südbrock GbR,
Rheda-Wiedenbrück

Erfahrungen in der regionalen Geflügelschlachtung und Vermarktung
Markus Roth, Bio Frischgeflügel Roth GmbH & Co. KG,
Witzenhausen – Unterrieden

Weitere fachliche Infos zur  Veranstaltung:

Die Geflügelhaltung hat sich in den letzten Jahren in Hessen stark ausgeweitet. Der Verbraucher fordert mehr Tierwohl bei den Haltungsformen, so haben sich zahlreiche Betriebe an diese Nachfrage angepasst. Egal ob ökologische Haltung im Feststall, eine innovative Bodenhaltung oder auch die Mobilstallhaltung, das Produkt Ei schmeckt dem Verbraucher am besten, wenn dieser weiß, wo die Produkte herkommen. Zusätzlich gilt das Interesse der Verbraucher zunehmend auch der Frage, was mit den sogenannten Bruderhähnen der Legehennen passiert. Deren Töten als Eintagsküken ist seit dem 1. Januar 2022 gesetzlich in Deutschland verboten. Die ALB Hessen veranstaltet am Mittwoch, den 16. Februar 2022 gemeinsam mit dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, die Online-Tagung zum Thema „Hühnermast im Mobilstall, Bruderhähne und Zweinutzungstiere“. Die Tagung greift hochaktuelle Themen der Geflügelbranche auf.

Konsequenzen für die Junghennen- und Bruderhahnaufzucht aus den KAT Bestimmungen und der novellierten EU-Öko-VO

Ab 2022 muss jeder Bruderhahn, der in Deutschland schlüpft, aufgezogen werden. Der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (KAT) gibt hierzu grundlegende Haltungsbedingungen vor. Durch die Novellierung der EU-Öko-VO stehen zudem Änderungen in der ökologischen Junghennenaufzucht an, wie z. B. der zusätzlich zu gewährende Grünauslauf. Dr. Christiane Keppler (LLH, Fritzlar) wird die wichtigsten Neuerungen vorstellen und aufzeigen, welche Konsequenzen diese für die Geflügelwirtschaft haben.

Geeignete Aufzuchtverfahren für Bruderhähne
Neben der Weiterentwicklung von Techniken, die bereits sehr frühzeitig im bebrüteten Ei eine Geschlechtsbestimmung ermöglichen, gewinnt die Mast der sogenannten „Bruderhähne“ an Bedeutung. Doch wie muss die Haltungsumwelt aussehen, damit der Bruder der Legehenne seinen Bedürfnissen entsprechend aufgezogen und gehalten werden kann? Hierzu referiert Tobias Ferling (LOHMANN Deutschland Junghennen GmbH & Co. KG, Ankum), der sich bereits seit Jahren intensiv mit dem Thema auseinandersetzt.

Geeignete Zweinutzungsrassen, wie weit ist die Zucht?
Im Zusammenhang mit dem Thema hört man immer wieder, dass die Legeleistung sowie je nach Genetik die Eigewichte geringer sind als im Vergleich mit den Hybriden. Sie sollen zudem auch mehr Futter benötigen und zur Brütigkeit neigen. Prof. Steffen Weigend (Friedrich-Loeffler-Institut; Institut für Nutztiergenetik) wird uns von seinen Erkenntnissen aus Studien berichten.

Frau Olivia Müsseler, Projektmitarbeiterin  Beratung Naturland in Bonn wird uns über Zweinutzungshühner in der Praxis berichten, und zwar aus dem Projekt „RegioHuhn“.

Hühnermast im Mobilstall – Erfahrungen aus dem MuD Tierschutzprojekt
Die Legehennenhaltung im Mobilstall ist in Hessen bereits vielfach präsent. Das Mobilställe auch zur Mast, also zur Fleischproduktion genutzt werden können, noch nicht. Einige Landwirte, die ihr Produktsortiment um Hähnchenfleischprodukte erweitert haben, halten bereits Hähnchen im Mobilstall. Zum Thema Hühnermast im Mobilstall berichtet Sandra Kronenberg der Fachhochschule Südwestfalen, Soest, über die Erfahrungen in einem diesbezüglichen MuD Tierschutzprojekt.

Praktiker-Berichte
Zum Abschluss der Fachtagung schließen sich noch zwei hochinteressante Praktiker-Berichte an. Bei dem Thema „-Mein Bruderhahn-, ein Vermarktungskonzept stellt sich vor“ berichtet Babette Sauerland von Prio Produkte Südbrock GbR in Rheda-Wiedenbrück über teilnehmende Betriebe, die regelmäßig hochwertige Bruderhahn-Fleisch-Produkte mit vermarkten und so deren Aufzuchtkosten mitfinanzieren.

Zu einem schlüssigen Gesamtvermarktungskonzept gehört auch das Thema (regionale) Schlachtung der Tiere. Die Schlachtung, Kühlung, Verpackung oder gar Weiterverarbeitung ist das Eine, aber danach fällt zusätzlich Arbeit für die Vermarktung der Geflügelfleischprodukte an. Markus Roth, Bio Frischgeflügel Roth GmbH & Co. KG, Witzenhausen – Unterrieden wird seinen Betrieb vorstellen und aus seinen Erfahrungen in der regionalen Geflügelschlachtung und Vermarktung berichten.

Zielgruppe

Geflügelbesitzer, Landwirte, Nebenerwerbslandwirte, Berater, Behörden, Firmen, Interessierte …

Teilnahmebedingungen

Ein Teilnahme ohne Anmeldung ist nicht möglich!!

Für die Veranstaltung gilt die  „2G-plus-Regel“.

Bereits bei ersten Krankheitszeichen, z.B. Fieber, grippeähnlichen Symptomen (Schnupfen, trockener Husten, Atemproblemen, Ver­lust des Geschmacks-/Geruchssinns, Halsschmerzen, Glieder­schmerzen, Bindehautentzündung, Bauchschmerzen, Übel­keit, Erbrechen, Durchfall) dürfen die Besucher nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

Bei Betreten der Halle ist die Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Hinweise

Eine Teilnahme an der Fachtagung ist sowohl vor Ort (mit begrenzter Teilnehmerzahl) als auch online möglich. Für eine Präsenzteilnahme gilt die 2G-plus-Regel. D. h. man muss einen vollständigen Impfschutz und einen negativen Schnelltest einer anerkannten Bürgerteststelle vorweisen. Der negative Schnelltest entfällt, wenn eine 3. Booster-Impfung nachgewiesen wird. Zusätzlich wird vor Ort ein freiwilliger Selbsttest angeboten.

Für beide Varianten ist zwingend zuvor eine verbindliche Anmeldung erforderlich.


Vegetarisches Mittagessen bitte im Formular der Online-Anmeldung vermerken!

Übernachtung:

Bei Bedarf möglich im Internat am Landwirtschaftszentrum Eichhof

Übernachtungen können bei Frau Köhler gebucht werden:
Tel. +49 6621 9228-27 oder

Veranstaltungsdetails

Veranstalter
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) gemeinsam mit der ALB Hessen
Maximale Kapazität
30
Teilnehmerbeitrag
25,00 €
Anmeldeschluss
11. Februar 2022
Veranstaltungsort
Landwirtschaftszentrum Eichhof
ALB-Halle
Schlossstraße 1
36251 Bad Hersfeld - Eichhof