Gutes Honigjahr in Hessen

Wabe, deren Zellen teilweise mit frischem Honig gefüllt sind. Eine Biene steckt mit ihrem Kopf zum Bearbeiten des Honigs in einer Zelle.
Die Bienen füllen ihre Waben nach und nach mit dem eingetragenen Nektar und arbeiten diesen zu Honig um.

Die hessischen Imkerinnen und Imker konnten sich auch in diesem Jahr vielerorts über eine sehr gute Honigernte freuen. Nach deutschlandweiten Erhebungen des Fachzentrums für Bienen und Imkerei in Mayen wurden in Hessen pro Bienenvolk durchschnittlich 24,3 kg Frühtrachthonig und 18,2 kg Sommertrachthonig geerntet (Infobrief Bienen@Imkerei 24/2026). Die Erträge aus der Frühtracht waren damit etwas höher als im Durchschnitt für Deutschland (22,1 kg), während die für die Sommertracht etwas geringer waren (19,0 kg). Dabei gab es deutliche regionale Unterschiede.

Einen Überblick über den Trachtverlauf liefern die Stockwaagen, die im TrachtNet melden. Deren Messwerte lassen sich einzeln oder nach Landkreisen, Regierungsbezirken oder Bundesländern über die Webseite des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen abrufen.

In Hessen gibt es ein Nord-Süd-Gefälle der Ernteergebnisse: Wurden im Regierungsbezirk Kassel im Durchschnitt 28,5 kg Frühtrachthonig und 21,6 kg Sommertrachthonig geerntet, waren es im Regierungsbezirk Gießen 25,7 kg und 18,0 kg und im Regierungsbezirk Darmstadt 22,2 kg und 18,6 kg.

Gefüllte Honigwaben, die in einem Bienenkasten hängen
Wenn die Honigwaben vollständig gefüllt sind und der Honig reif ist, können sie geerntet werden.

In die Berechnung der Erntemengen wurden auch Imkereien ohne Honigernte einbezogen. Im Frühjahr waren dies 7 % der meldenden Imkereien mit Schwerpunkt im Süden Hessens, im Sommer waren es 5 % ohne regionale Auffälligkeiten.
Gründe dafür sind zum einen der frühere Blühbeginn im Süden zu einem Zeitpunkt, an dem ein Teil der Völker nach dem Winter noch nicht stark genug war, um einen Honigüberschuss zu produzieren. Zum anderen gab es lange anhaltende Trockenheit und extrem sonniges Wetter in Südhessen.

Die Imkerinnen und Imker waren nicht nur mit der Honigmenge zufrieden, auch die Honigqualität ist gut. Der Landesverband Hessischer Imker hatte seine Mitglieder im Sommer aufgerufen, ihre Honige zur Bewertung einzusenden. Beim Hessischen Honigtag in Schlitz werden Ende November die besten der eingeschickten Honige ausgezeichnet. Sie überzeugen durch eine sehr gute Qualität, die sich in einem geringen Wassergehalt, einem hohen Invertasewert und Rückstandsfreiheit zeigt. Sauberkeit und perfekte Aufmachung sind ohnehin eine Voraussetzung.

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