Mitmachen, entdecken, Lebensräume schaffen

Biodiversitätsförderung und Umweltbildung – gemeinsam geht das!

Im September besuchte eine 7. Klasse der Leopold-Bausinger-Schule in Geisenheim die Hessische Gartenakademie (HGA) des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH) im Lehr- und Schaugarten „Monrepos“ im Rahmen eines Aktionstags. Für einen Vormittag wurde das Klassenzimmer gegen Naturerleben getauscht. Die Schülerinnen und Schüler konnten selbst mit anpacken, verschiedene Materialien kennenlernen und dabei ganz praktisch etwas für die Natur tun.

Ein Unterschlupf für das Mauswiesel

In die entstandene Struktur aus Ästen und Zweigen werden am Schluss Steine integriert.
Die Mauswieselburg entsteht.

Die Schülerinnen und Schüler schichteten Laub, Reisig und kleine Baumstämme und schufen so einen Unterschlupf für das Mauswiesel – die sogenannte Wieselburg. Dazu kamen Steine auf der Südseite. Sie werden von der Sonne erwärmt und können den Tieren warme Plätze bieten. So entstand mit einfachen Mitteln ein neuer Lebensraum mit vielen Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten.

Gut für die Artenvielfalt – und gegen Mäuse

Der Unterschlupf hat gleich zwei Vorteile: Er bietet dem Mauswiesel einen geeigneten Lebensraum und trägt damit zur Artenvielfalt bei. Außerdem ernähren sich Mauswiesel vor allem von Mäusen und können helfen, deren Bestand auf natürliche Weise zu regulieren. Damit verbindet die Aktion Biodiversitätsförderung und natürliche Mäuseprävention.

Eine Beschilderung informiert vor Ort darüber, was hier entstanden ist und welche Bedeutung das Mauswiesel hat.

Der Biodiversitäts-Parcours wächst

Man sieht einen Eimer gefüllt mit Steinen. Weitere Steine werden gesammelt.
Steine werden gesammelt.

Der Unterschlupf ist eine von mehreren geplanten Strukturen in der rund 2 Hektar großen Lehr- und Schauanlage, die den Biodiversitäts-Parcours nach und nach erweitern sollen. Dabei geht es nicht nur darum, verschiedene Lebensräume zu zeigen. Auch die Tiere selbst stehen im Fokus. Dafür sind unter anderem Wildkameras und Spurentunnel vorgesehen.

Damit können Tiere nachgewiesen werden, ohne sie zu stören – auch Arten, die sehr versteckt und heimlich leben. So lässt sich beobachten, welche Tiere die neu geschaffenen Lebensräume nutzen.

Lernen durch Mitmachen

Die Aktion mit der Schulklasse zeigt, wie einfach sich Naturerleben und Naturschutz verbinden lassen. Die Schülerinnen und Schüler haben selbst Hand angelegt und dabei gesehen, wie aus Laub, Reisig, Holz und Steinen ein neuer Lebensraum entsteht.

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