Kompetenz aus Praxis und Bildungsarbeit
Martin Grenzebach ist neuer Abteilungsleiter „Bildung“ im Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Die Abteilung 2 „Bildung“ im Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) hat seit dem 21. April 2026 eine neue Leitung: Martin Grenzebach ist seit 26 Jahren im LLH tätig und verfügt über umfassende Erfahrung in der landwirtschaftlichen Bildungsarbeit. Seit 2022 leitet er das Fachgebiet „Landwirtschaftliche Fachschulen“ und ist derzeit mit der Fach- und Dienstaufsicht über die landwirtschaftlichen Fachschulen betraut. Darüber hinaus nahm er bereits seit 2024 stellvertretend Aufgaben der Abteilungsleitung 2 „Bildung“ wahr.
„Ich habe über viele Jahre erlebt, wie wichtig gute Bildung für die Praxis, für die Betriebe und für die Menschen ist, die in der Landwirtschaft arbeiten“, erklärt Grenzebach und betont: „Daher ist die Leitung der Abteilung ,Bildung‘ für mich eine fachlich sehr spannende und zugleich verantwortungsvolle Aufgabe, die ich gerne übernehme.“ Der 55-Jährige aus Niederaula sieht Bildung als Schlüssel, um wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Erwartungen miteinander zu verknüpfen. Bildung schaffe insbesondere die Grundlage dafür, dass landwirtschaftliche und gartenbauliche Betriebe auch unter komplexen Rahmenbedingungen zukunftsfähig bleiben und ihre Rolle im ländlichen Raum und der Gesellschaft weiter ausfüllen können.

Vernetzte Lernangebote für die Landwirtschaft von morgen
Der neue Abteilungsleiter möchte einen Schwerpunkt darauf legen, die Bildungsangebote im LLH noch enger zu vernetzen und konsequent an den Anforderungen einer modernen, nachhaltigen und zukunftsorientierten Landwirtschaft auszurichten. Voraussetzung dafür sind aus seiner Sicht innovative Bildungskonzepte, die Weiterentwicklung digitaler Lernformate sowie eine enge Abstimmung zwischen den Fachgebieten im LLH und den weiteren Akteuren im landwirtschaftlichen Bildungssystem. „Wichtig ist mir dabei, Bildung nicht isoliert zu denken, sondern als Teil eines wirksamen Transfers zwischen Forschung, Beratung, Praxis und Ausbildung“, hebt Grenzebach hervor und mahnt: „Bildung darf nicht am Schreibtisch enden, sondern muss direkt bei den Menschen ankommen, die in den Betrieben, im ländlichen Raum, in den Schulen, Behörden und Organisationen Verantwortung tragen.“
Nah an den Menschen, stark in der Führung
Nach dem Agrarreferendariat in der hessischen Agrarverwaltung unterrichtete Martin Grenzebach als Lehrer an landwirtschaftlichen Fachschulen. Anschließend übernahm er die Leitung der Zweijährigen Fachschule für Wirtschaft mit der Fachrichtung Agrarwirtschaft im Bildungs- und Beratungszentrum Petersberg und war zudem in verschiedenen stellvertretenden Leitungsfunktionen innerhalb des Landesbetriebs tätig. „Meine Zeit als Fachlehrer, Schulleiter und später als Fachgebietsleiter für die hessischen Fachschulen hat mich vor allem darin gestärkt, komplexe Bildungsprozesse sicher zu steuern und dabei stets nah an den Menschen zu bleiben“, erinnert er sich. Viele ehemalige Studierende halten auch nach ihrer Aus- und Fortbildung Kontakt zu den Fachschulen und zum LLH. So konnte Grenzebach den positiven Einfluss von Bildung und Beratung auf die Entwicklung von Betrieben und Menschen über längere Zeit hinweg beobachten und begleiten. Dies habe ihn besonders geprägt und motiviert.
Pädagogische Kompetenzen kontinuierlich erweitert
Seine berufliche Laufbahn begann Martin Grenzebach mit dem Studium der Agrarwissenschaften in der Fachrichtung „Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er verfügt über die Befähigung zum Lehramt an besonderen Fachschulen und hat seine fachlichen und pädagogischen Kompetenzen kontinuierlich durch berufsbegleitende Fortbildungen erweitert. Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert er sich ehrenamtlich im Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt (VDL) – Landesverband Hessen. Bis 2017 bewirtschaftete er zudem einen eigenen Nebenerwerbsbetrieb und verbindet damit praktische landwirtschaftliche Erfahrung mit langjähriger fachlicher und bildungsbezogener Tätigkeit.
Zukunft gestalten in der beruflichen Bildung
Für seine künftige Aufgabe richtet Grenzebach den Blick nach vorn: Ein zentrales Anliegen ist für ihn die Stärkung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Fortbildung in Landwirtschaft und Gartenbau, um junge Menschen frühzeitig für die grünen Berufe zu begeistern. Gleichzeitig gewinnen Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz weiter an Bedeutung.
Entscheidend sei es, fachliche Kompetenz mit methodischer und sozialer Handlungssicherheit zu verbinden und praxisnahe, zukunftsorientierte Bildungsangebote weiter auszubauen – „So können die Betriebe bestmöglich auf die wachsenden Anforderungen in der Agrarwirtschaft vorbereitet werden.“







