Maisaussaat und Unkrautregulierung
Für einen erfolgreichen Start des Maises ist in der frühen Entwicklungsphase ein wirksamer Schutz vor Unkräutern und Ungräsern entscheidend. Im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes sollten zunächst die Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz (z. B. mechanische Maßnahmen) geprüft werden. Bewährt haben sich Herbizidkombinationen, die sowohl eine schnelle Blattwirkung als auch eine nachhaltige Bodenwirkung bieten. Der optimale Einsatzzeitpunkt liegt im 2- bis 4-Blattstadium des Maises, da hier das beste Wirkungsniveau erzielt wird.
Bei späteren Anwendungen, etwa bis zum 6-Blattstadium, sollte besonders auf eine ausreichende Blattwirkung und gute Verträglichkeit geachtet werden. Generell gilt: Die zugelassenen Aufwandmengen sollten eingehalten werden, um auch Spätverunkrautung sicher zu kontrollieren. Zudem nimmt die Verträglichkeit der Pflanzen mit zunehmendem Entwicklungsstadium ab.
Wichtige Rahmenbedingungen für den Herbizideinsatz sind ebenfalls zu beachten: Blattaktive Mittel sollten nur bei ausreichend ausgebildeter Wachsschicht appliziert werden, weshalb nach Niederschlägen eine kurze Wartezeit sinnvoll ist. Anwendungen bei Nachtfrost, starken Temperaturschwankungen, Kälte oder Hitze über 25 °C sollten vermieden werden.


Weitere Informationen zu geeigneten Splittingmaßnahmen der Maisherbizide mit Beispielen und Wirkstofftabellen finden Sie in den Beratungsinfos Pflanzenproduktion Nord/Süd. Anmeldung zur Beratungsinfo: Info-Mails & Newsletter – Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen