Raps: Kohlhernie wird häufig übersehen

Kohlhernie ist eine bedeutende Fruchtfolgekrankheit im Rapsanbau, die häufig unterschätzt oder übersehen wird. Entgegen der verbreiteten Annahme lassen sich erkrankte Pflanzen nicht zuverlässig an verfärbten oder welken Blättern erkennen. Ein sicheres Diagnosemerkmal sind vielmehr die unregelmäßigen Wucherungen an Haupt- und Nebenwurzeln.
Befallene Bestände weisen in Folge der geschädigten Wurzeln eine geringere Standfestigkeit auf, sind anfälliger für Trockenstress und haben geringere Erträge.
Da die Kohlhernie oft nicht erkannt wird, breitet sich die Krankheit ungehindert weiter aus.
Wirksame Gegenmaßnahmen sind unter anderem:
- konsequente Entfernung von Ausfallraps zum Dreiblattstadium,
- ausreichend lange Anbaupausen,
- Vermeidung von Frühsaaten,
- sorgfältige Feldhygiene im Zwischenfruchtanbau sowie
- der Einsatz resistenter Rapssorten.
Durch eine gezielte Kombination dieser Strategien lässt sich die Ausbreitung der Kohlhernie begrenzen.





