Ergebnisse der LSV Winterweizen 2025/2026 & Empfehlungen
Leicht unterdurchschnittliche Erträge, mittlere Qualitäten
Hessens wichtigste Anbaukultur hatte es 2026 nicht leicht: Ein kaltes Frühjahr sorgte zunächst für einen verhaltenen Wachstumsstart. Anfang Mai traten vermehrt physiologische Blattflecken auf, die durch die hohe Sonneneinstrahlung und die starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht in Kombination mit einer noch schwach ausgebildeten Wurzel verursacht wurden. Diese Bedingungen erschwerten zudem die richtige Terminierung des Einsatzes von Wachstumsreglern, die unter bestimmten Bedingungen die Ausprägung der physiologischen Blattflecken zusätzlich beeinflussten. Im Mai fielen ausreichend Niederschläge, sodass die Bestände viel Blattmasse bildeten. Trotz der Niederschläge im Mai waren bis dahin kaum Krankheiten in den Beständen zu beobachten. Nach der Hitzeperiode Ende Juni fielen nur noch vereinzelt nennenswerte Niederschläge. Die teilweise dichten Bestände gerieten dadurch in die Notreife, sodass sich die Kornausbildung insbesondere auf Standorten mit geringer nutzbarer Feldkapazität erschwerte. Unter diesen Bedingungen zeigte sich erneut, wie wichtig die Sortenwahl für die Ertragssicherheit und damit auch für die Wirtschaftlichkeit des Ackerbaus ist. Auch im Anbaujahr 2025/2026 unterschieden sich die Sorten in ihrer Leistungsfähigkeit. Im Folgenden werden die Ergebnisse des hessischen Winterweizen-Landessortenversuchs 2025/2026 vorgestellt.
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