Keimgehalt und Milchqualität
Keime sind Kleinstlebewesen wie Bakterien, Hefen und Schimmelpilze. Milch aus gesunden Eutern ist keimarm.
Da die Keime in der Milch einen idealen Nährboden finden und vermehrungsfähig sind, muss durch einen hygienischen Melkprozess, eine zügige Milchkühlung sowie die richtige Lagerung die Keimzahl niedrig gehalten werden. Der Keimgehalt ist also ein Maß für Sauberkeit und Hygiene bei der Gewinnung sowie der Lagerung und dem Transport der Milch. Die Melkarbeit, die Sauberkeit der Melkanlagen und Lagerbehälter sowie die Milchkühlung spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Untersuchungen der Anlieferungsmilch sind Routine

Gemäß der Rohmilchgüteverordnung müssen die Abnehmer von Milch jede Anlieferungsmilch mindestens zweimal im Monat auf die bakteriologische Beschaffenheit, kurz Keimzahl genannt, untersuchen lassen.
Wenn in der Anlieferungsmilch ein Keimgehalt von mehr als 100.000 Keimen/ccm festgestellt wird, ist dies dem Milcherzeuger unverzüglich mitzuteilen.
Ein wiederholtes Überschreiten der Keim- oder der Zellzahl-Grenzwerte über bestimmte Zeiträume kann zur Aussetzung der Milchanlieferung führen (Verordnung (EU) 2019/627 in Verbindung mit Verordnung (EG) Nr. 853/2004).
Eine erhöhte Keimzahl kann viele Ursachen haben. Unsere „Checkliste Keimzahl“ bietet Ihnen einen Überblick über die Kontrollpunkte und Hinweise zur Vermeidung erhöhter Keimzahlen in der Milch.
Weiterhin können Sie uns bei Problemen mit der Keimzahl gerne kontaktieren.