AKIS – Koordinierungs- und Vernetzungsstelle im LLH

Beschreibung der Abbildung: „Koordinierungs- und Vernetzungsstelle AKIS im Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen“

Die Abbildung zeigt das Agricultural Knowledge and Innovation System (AKIS) als zentrales verbindendes Element im Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH). AKIS ist als Motor dargestellt, der die verschiedenen Aufgabenbereiche des LLH miteinander verknüpft und den Wissensfluss zwischen ihnen unterstützt. Visualisiert wird dies durch ein mittig angeordnetes Zahnrad, das von weiteren Zahnrädern umgeben ist: den Fachabteilungen, der Beratung, der Bildung, den Fachinformationen sowie der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Alle Zahnräder greifen ineinander – ein Bild für die enge, systematische Zusammenarbeit innerhalb des LLH.

AKIS als Motor für Wissens- und Innovationstransfer

Die Abbildung verdeutlicht, dass AKIS nur dann wirksam arbeiten kann, wenn ein funktional aufgebautes Gesamtsystem vorhanden ist. Dieses basiert auf:

  • einer fundierten beruflichen Aus- und Weiterbildung,
  • einem qualitativ hochwertigen Beratungsangebot,
  • aktueller agrarischer Forschung,
  • und verlässlichen Fachinformationen.

Aus diesem Zusammenspiel entsteht ein leistungsfähiges agrarisches Wissens- und Innovationssystem.

Der Wissens- und Innovationstransfer findet über vielfältige Aktivitäten statt, die der LLH gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus Landwirtschaft, Gartenbau und dem ländlichen Raum initiiert und regelmäßig fortführt. Dazu gehören Projekte, Arbeitskreise, fachliche Netzwerke und Veranstaltungen wie Feldtage, Workshops oder Hochschultage. Über diese Formate wird praxisnahes Wissen erarbeitet, weitergegeben und kontinuierlich weiterentwickelt.

Einbindung der Praxis in den Landesbetrieb

Die Abbildung macht deutlich, dass Informationen aus der landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Praxis über verschiedene Wege in den LLH hineingetragen werden.
Eine zentrale Rolle spielt dabei das Kuratorium mit seinen rund 60 berufsständischen Organisationen und sieben Fachausschüssen. Es sorgt dafür, dass Praxisthemen systematisch aufgegriffen und direkt in die landwirtschaftliche Beratung eingebunden werden.

Darüber hinaus entsteht ein intensiver Wissensaustausch über die laufenden Projekte, Netzwerke und Veranstaltungen sowie über den persönlichen Kontakt zwischen LLH-Mitarbeitenden und den Praktikerinnen und Praktikern – getragen von einem stabilen, breit aufgestellten Kontaktnetzwerk.

Vernetzung auf Landes- und Forschungsebene

Die Abbildung steht auch für die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen dem Hessischen Ministeriumfür Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (Fachaufsicht) und dem LLH sowie für die themenübergreifende Kooperation mit Forschungseinrichtungen innerhalb und außerhalb Hessens. Dieser Austausch trägt entscheidend dazu bei, neues Wissen aufzunehmen, weiterzuleiten und praxisnah nutzbar zu machen.

AKIS als übergreifendes Innovationsökosystem

In der Abbildung wie im Konzept von AKIS wird Landwirtschaft im umfassenden Sinne verstanden: Agricultural umfasst auch die Forstwirtschaft sowie die ländlichen Räume.
Damit bildet AKIS ein breites, dynamisch wachsendes Innovationsökosystem, das Akteurinnen und Akteure aus Praxis, Bildung, Beratung, Forschung und Wissenschaft miteinander verbindet.

Verbindung zu LEADER und EIP

Sektorübergreifende Zusammenarbeit wird in Hessen durch LEADER gestärkt. Im Sinne eines „von unten nach oben“ (Bottom-up-Ansatz) werden die Bevölkerung im Allgemeinen, wirtschaftliche und soziale Interessengruppen sowie repräsentative öffentliche und private Institutionen eingebunden, um sich mit ihren Ideen und Initiativen in den gesamten LEADER-Prozess einzubringen. LEADER beruht auf der Überzeugung, dass die Bevölkerung vor Ort am besten weiß, was ihre Region benötigt und wie sich die Weiterentwicklung des ländlichen Raums umsetzen lässt. Der LEADER-Ansatz ist somit eine wichtige Grundlage für ein funktionierendes AKIS.

Die Europäische Innovationspartnerschaft (EIP) ergänzt dieses System, indem sie Projekte fördert, die Innovationen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum vorantreiben. EIP-Projekte leben davon, dass Partnerinnen und Partner aus verschiedenen Bereichen in operationellen Gruppen zusammenarbeiten und Synergien bilden – ein Prinzip, das unmittelbar dem AKIS-Gedanken entspricht.

Kernbotschaft der Abbildung

Die Abbildung zeigt, wie AKIS im LLH als Koordinierungs- und Vernetzungsstelle fungiert, die Wissen bündelt, Akteure verbindet und Innovationen in die Praxis bringt. Durch die enge Verzahnung von Fachabteilungen, Beratung, Bildung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit bildet AKIS die Grundlage für einen kontinuierlichen, praxisorientierten Wissens- und Innovationstransfer in Hessen.

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