AGGF-Tagung 2026 nimmt standortangepasste Grünlandbewirtschaftung in den Fokus

Wie sieht die Grünlandwirtschaft der Zukunft aus? Dieser Frage widmet sich die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Grünland und Futterbau (AGGF) der Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften. 2026 richtet die Justus-Liebig-Universität Gießen die Tagung gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Praxis und Beratung aus. Unter dem Leitthema „Standortangepasste Grünlandwirtschaft – Chancen und Risiken“ findet sie vom 2. bis 4. September 2026 in Gießen statt.

„Grünland macht in Hessen rund 39 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus und prägt die Agrarlandschaft maßgeblich. Dabei erfüllt Grünland vielfältige Funktionen: Es liefert Futter für Wiederkäuer, schützt Böden vor Erosion, trägt durch die Speicherung von Kohlenstoff zum Klimaschutz bei und bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten“, erläutert Till Kleinebecker, Professor für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung an der Uni Gießen. „Gleichzeitig verändern sinkende Tierbestände, wachsende Betriebseinheiten und zunehmend extreme Witterungsbedingungen die Bewirtschaftung vieler Standorte spürbar. Damit stellt sich die Frage, wie sich Produktivität, Stabilität und Umweltleistungen künftig besser miteinander verbinden und zukunftsfähig gestalten lassen“, stellt Anna Kaiser, kommissarische Direktorin des Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) heraus.

Von Forschung bis Praxis: Lösungen für die Grünlandbewirtschaftung der Zukunft

Die Tagung stellt aktuelle Forschungsansätze und praxisnahe Lösungen zur standortangepassten Nutzung von Grünland vor. Das Programm zeigt zentrale Entwicklungen der modernen Grünlandbewirtschaftung und spiegelt die Vielfalt betrieblicher Anforderungen wider. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Futterproduktion, der grünlandbasierten Milchproduktion, der standortangepassten Düngung sowie des Zusammenspiels von Naturschutz und Landwirtschaft. Ergänzend werden die Landschaftspflege mit Schafen und die Nutzung von Grünland in der Pferdehaltung thematisiert. Weiterhin bieten Poster- und Maschinenausstellungen Raum für den Austausch zwischen Praxis, Beratung und Forschung.

Hervorzuheben sind die beiden Exkursionen, die das Tagungsprogramm ergänzen und den Praxisbezug der Veranstaltung stärken. Sie führen zu Versuchs- und Praxisstandorten in Hessen, darunter Einrichtungen der Justus-Liebig-Universität Gießen, landwirtschaftliche Betriebe sowie das Landwirtschaftszentrum Eichhof des LLH. Dort stehen aktuelle Versuche und betriebliche Ansätze der Grünlandbewirtschaftung im Mittelpunkt.

Die Tagung richtet sich an Grünlandinteressierte aus landwirtschaftlicher Praxis, Beratung, Wissenschaft und Verwaltung.

Nähere Informationen zum Programm erhalten Sie unter https://eveeno.com/aggf2026

Eine Anmeldung ist weiterhin möglich.

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