Neuer Schulleiter an der LLH-Fachschule für Agrarwirtschaft in Darmstadt

Friedrich Georg Hartmann setzt zukunftsorientierte Impulse für den Unterricht

Fritz Hartmann steht am Rednerpult, davor sitzen Zuhörer.
Friedrich Georg Hartmann ist neuer Leiter der Zweijährigen Fachschule für Wirtschaft der Fachrichtung Agrarwirtschaft des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH) in Darmstadt.

Seit 1. September 2026 ist Friedrich Georg Hartmann Leiter der Zweijährigen Fachschule für Wirtschaft der Fachrichtung Agrarwirtschaft des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH) in Darmstadt. Der Agrarwissenschaftler ist seit 2013 als Fachschullehrer beim LLH tätig – zunächst am früheren Fachschulstandort in Griesheim, danach am heutigen Standort in Darmstadt. Nach dem ruhestandsbedingten Ausscheiden seiner Vorgängerin Friedlind Schäfer im März 2025 übernahm er bereits einen Teil der Aufgaben der Schulleitung. „Ich wollte mehr Verantwortung übernehmen und habe in den vergangenen eineinhalb Jahren festgestellt, dass mir die organisatorisch-konzeptionellen Aufgaben sehr viel Spaß machen“, erzählt Hartmann. Die gute Organisation, die er am Fachschulstandort vorgefunden habe, erleichtere ihm dabei den Einstieg in seine neue Aufgabe.

Bildung weiterdenken – Von Lernfeldern bis KI

Für die Zukunft hat sich der neue Schulleiter einiges vorgenommen: Dazu gehören für ihn die Zukunftssicherung des Standorts, aktuelle Unterrichtsinhalte, eine stärkere Verzahnung von Lernfeldern und Fächern sowie die fachschulstandortübergreifende Zusammenarbeit. Auch die sogenannten Soft Skills, also überfachliche Kompetenzen, möchte der 39-jährige Familienvater stärker in den Blick nehmen. Ein Thema, das Friedrich Georg Hartmann dabei besonders beschäftigt, ist der Bedeutungszuwachs von Künstlicher Intelligenz (KI).

„Bildung muss sich intensiv mit KI auseinandersetzen, Funktionsweisen ergründen, Unzulänglichkeiten erkennen sowie Aufwand und Nutzen gegenüberstellen“, erklärt er. Dazu gehöre auch die Frage, wie künftig mit KI-generierten Ausarbeitungen, Projektberichten oder Präsentationen umzugehen sei. Gleichzeitig ist Hartmann überzeugt, dass vieles, was derzeit in der Fachschule vermittelt wird, weiterhin eine zentrale Rolle spielt, um für die Zukunft gerüstet zu sein: fachtheoretische Grundlagen verstehen, Lösungswege für Problemstellungen selbst entwickeln, Entscheidungen vorbereiten und Ergebnisse analysieren.

Fachwissen mit Praxis verbinden

Für Hartmann bedeutet Bildung im landwirtschaftlichen Bereich deshalb vor allem, den Blick über das eigene Fachgebiet hinaus zu richten: „Landwirtschaft hat sehr viele verschiedene Facetten, dementsprechend breit ist auch die Fachschule aufgestellt.“ Die Studierenden sollten die Möglichkeit erhalten, sich auch mit anderen Produktionsverfahren, technischen Lösungen, Vermarktungswegen oder rechtlichen Vorgaben auseinanderzusetzen. Entscheidend sei dabei, das erworbene Wissen anschließend auf konkrete Fragestellungen in der Praxis übertragen zu können. „Abstraktion und Transfer sind sehr wichtig“, betont Hartmann.

Dass ihm die Verbindung von Fachwissen und Praxis besonders wichtig ist, zeigt auch sein eigener beruflicher Werdegang. Nach dem Studium der Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim mit der Vertiefungsrichtung Agrartechnik sammelte Hartmann zunächst Erfahrungen in verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben. Anschließend arbeitete er unter anderem als Agraringenieur, als Assistent der Geschäftsführung und als Vertriebsspezialist im Landmaschinenbereich.

In seiner Zeit als LLH-Fachschullehrer hat Hartmann nicht nur umfangreiche Unterrichtserfahrung gesammelt, sondern auch erlebt, wie sehr der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie mit den Studierenden die Bildungsarbeit bereichern kann: „Unsere Studierenden bringen tagtäglich neue Ideen mit, stellen Fragen und geben Feedback. Das macht das Lehren zu einer anspruchsvollen und gleichzeitig Freude bereitenden Tätigkeit.“ Dass der Kontakt zu einigen Absolventinnen und Absolventen auch Jahre nach deren Abschluss bestehen bleibt, sei für Friedrich Georg Hartmann die Bestätigung, im richtigen Beruf tätig zu sein.

Junge Menschen für die Zukunft der Landwirtschaft stärken

Als Schulleiter möchte Hartmann die Studierenden nicht nur fachlich auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten. Angesichts des technologischen und gesellschaftlichen Wandels gewinnen für ihn Fähigkeiten wie Kommunikation, Teamfähigkeit, Resilienz, Selbstreflexion sowie Zeitmanagement und Organisation zunehmend an Bedeutung. „Mein Ziel ist es, diese Soft Skills nicht nur zu benennen, sondern sie aktiv zu fördern, Beispiele aufzuzeigen und zu trainieren“, so Hartmann.

Für seine neue Aufgabe bringt Hartmann damit sowohl langjährige Erfahrung aus der Fachschule als auch einen breiten Einblick in die landwirtschaftliche Praxis mit. Privat beschäftigt er sich ebenfalls intensiv mit praktischer Landwirtschaft und Tierhaltung und interessiert sich für kommunalpolitische Themen. Nun möchte er seine Erfahrungen und Ideen in seine neue Aufgabe als Schulleiter einbringen.

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