Eine Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben – Staatssekretär Ruhl überreicht Förderbescheid an das PFN Hessen
Am 5. und 6. Februar trafen sich die Aktiven des Praxisforschungsnetzwerks Hessen (PFN) in Herbstein zur jährlichen Wintertagung. Die intensive Zusammenarbeit bot hessischen Landwirtinnen und Landwirten, Forschenden und Beratungskräften die Möglichkeit, laufende Praxisforschungsprojekte weiter zu konkretisieren, neue Forschungsvorhaben anzustoßen und die Netzwerkstruktur zu stärken. Anlässlich der Tagung überreichte Staatssekretär Michael Ruhl vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) dem PFN den Bescheid, durch den die Förderung weiterer drei Jahre Praxisforschung in Hessen ermöglicht wird.
„Das Praxisforschungsnetzwerk Hessen ist ein wichtiger Impulsgeber bei der Umsetzung agrarpolitischer Initiativen und leistet einen wertvollen Beitrag für die Resilienz der landwirtschaftlichen Betriebe in Hessen. Davon profitieren sowohl der konventionelle als auch der ökologische Landbau“, betonte Michael Ruhl in seiner Ansprache. „Damit wollen wir unter anderem den Erhalt und die Steigerung der Biodiversität voranbringen, den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel reduzieren und eine gewässerschutzkonforme Düngung fördern. Unser Ziel ist es, die Kontinuität des PFN zu erhalten und gleichzeitig seine Weiterentwicklung zu fördern.“
Tim Treis, Sprecher der Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen (VÖL Hessen) und Projektträger des PFN, bedankte sich im Namen des gesamten Teams für die Förderung: „Mit den Mitteln des Landes kann die Erfolgsgeschichte der Praxisforschung in Hessen fortgeschrieben werden. Das ist eine gute Nachricht für alle Landwirtinnen und Landwirte.“
Die Bereiche Ackerbau, Gemüsebau, Tierhaltung und Sonderkulturen sollen in Hessen durch Praxisforschungsvorhaben nachhaltig gestärkt und weiterentwickelt werden. Grundlage hierfür ist das bewährte PFN-Erfolgsrezept der Zusammenarbeit von Praxis, Beratungskräften und Forschenden auf Augenhöhe.
Inhaltlich lag der Fokus der Wintertagung in diesem Jahr auf den Themen Klimaanpassung sowie der Optimierung von Fruchtfolgen und Betriebskreisläufen. In verschiedenen Themengruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden unter anderem damit, wie optimierte Silagen als Schweinefuttermittel eingesetzt werden können und wie Untersaaten den Ackerboden vor Nährstoffauswaschung und Hitze schützen. „Auf unserem Betrieb beobachten wir vermehrt Extremwettereignisse. Es ist viel einfacher, sich gemeinsam dagegen zu wappnen, Erfahrungen auszutauschen und Daten zu erheben, die auch von anderen genutzt werden können“, sagte Rosa Lotte Wellendorf vom Höhberg Kollektiv in Oberrieden.




