Bienenwald Hessen

ProjekttitelInnovative Ideen im Forst zu erweitertem Nahrungsangebot für Bienen und Bestäuber
Inhalt
Infolge des Fichtensterbens der letzten Jahre entstanden in Hessen zahlreiche Kahlflächen. Das Projekt Bienenwald erprobte neue Ansätze, um diese Flächen nachhaltig zu bewalden und ökologisch aufzuwerten.
Das Projekt Bienenwald verfolgte das Ziel, innovative Pflanzkonzepte für die großflächigen Fichtenkalamitätsflächen in Hessen zu erproben. Dabei stand der zukünftige Mehrfachnutzen der Fläche für Mensch und Tier im Mittelpunkt. Um dies zu erreichen, wurden vorrangig klimaresiliente Laub- und Blühgehölze eingesetzt, die nicht nur Holz, sondern auch Nichtholzprodukte wie Honig, Nüsse oder Beeren hervorbringen und gleichzeitig wichtige Nahrungsressourcen für Bestäuberinsekten bieten. Durch die Auswahl von Arten wie Robinie, Linde, Edelkastanie, Ahorn und Obstgehölzen konnte ein vielfältiges Blühangebot geschaffen werden, das eine wertvolle Nahrungsquelle für Honig- und Wildbienen darstellt. Auf insgesamt drei Praxisflächen wurden verschiedene Ansätze umgesetzt: Holzproduktion mit Blühgehölzen, innovative Pflanz- und Pflegeverfahren, die Nutzung von Nichtholzprodukten sowie extensive Waldweide mit Ziegen zur Offenhaltung der Flächen. Ein begleitendes Monitoring untersuchte die Entwicklung und Flächennutzung von Wild- und Honigbienen, den Blütenreichtum und die Honigerträge im Vergleich zu sechs weiteren Referenzflächen in klassischer forstlicher Nutzung. Darüber hinaus flossen wirtschaftliche Betrachtungen ein, die zeigen, dass Bienenwälder zusätzliche Einkommensquellen für Imkereien und landwirtschaftliche Betriebe erschließen können.
 
Förderung Gefördert durch die EU und das Land Hessen (EIP-Agri)
GesamtkoordinationComunis Projektbüro
ProjektpartnerImkerei Auenblick
Imkerei Beerow
Comunis Projektbüro
Hof Ruhlengut
Hof Niederholzhausen
LLH-Bieneninstitut Kirchhain
Kontakt beim LLHDr. Marina Meixner, Bieneninstitut Kirchhain
Dr. Martin Gabel, Bieneninstitut Kirchhain
Laufzeit/ProjektstartJanuar 2022 bis März 2025
Abschlussberichtdvs – Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume
ErgebnisseDie Projektergebnisse zeigen, dass das Einbringen von Baumarten wie Robinie, Linde, Ahorn, Obstgehölzen und Edelkastanie in bestehende Waldstrukturen einen wertvollen Beitrag zur Schließung von Trachtlücken leisten kann und damit sowohl Honig- als auch Wildbienen zugutekommt. Insgesamt sollten Waldflächen als Habitat für Wild- und Honigbienen mitgedacht werden, da viele Bestäuberarten sie intensiv als Nistplatz und Nahrungshabitat nutzen. Darüber hinaus verdeutlicht das Vorhaben, dass Wälder um die Produktion von Nichtholzprodukten wie Honig, Nüssen oder Beeren ergänzt werden können. Dies eröffnet insbesondere Imkereien und landwirtschaftlichen Betrieben neue Einkommensmöglichkeiten und trägt zur wirtschaftlichen Stabilität bei. Die breite Resonanz in Praxis, Forschung und Öffentlichkeit unterstreicht zudem, dass das Konzept „Bienenwald“ als innovatives Modell zu einem klimaangepassten und biodiversitätsfreundlichen Waldumbau beitragen kann und sich an verschiedene Nutzungsinteressen anpassen lässt.
Logo: Bienenwald Hessen
Logoleiste: EU, Hessen, EIP, GAP
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