Steigerung der Flächenerträge im Ökolandbau durch Einzelkornsaat (EIKSA)

ProjekttitelInnovative Maßnahmen zur Steigerung der Flächenerträge im Ökolandbau durch Einzelkornsaat (EIKSA)
InhaltAuf dem Öko-Versuchsfeld Ober-Erlenbach werden durch ein Einzelkornsaat-Anbausystem ökologisch gezüchtete Weizen- und Sojasorten der sehr frühen Reifegruppe 000 in Gleichstandsaat (Abstand in der Reihe = Reihenweite) mit Standräumen von 10 x 10 cm bis 25 x 25 cm bzw. Saatdichten von 16 bis 100 Pflanzen/m2 etabliert.
Ziel des Feldversuchs ist es, den optimalen Standraumbedarf der Pflanzen zur Ausschöpfung vorhandener Ertragspotenziale zu ermitteln und dadurch die Flächenerträge zu steigern.
Förderung Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) – Ökoaktionsplan Hessen
Lead PartnerJustus-Liebig-Universität Gießen, Professur für Ökologischen Landbau:
Dr. Ludger Linnemann, Eva Völker (M. Sc.)
ProjektpartnerLandesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH)
VersuchsstandortLLH Öko-Versuchsfeld Ober-Erlenbach
(Trockenlage im Regenschatten des Taunus in der südlichen Wetterau bei Frankfurt)
Kontakt beim LLHDr. Andreas Hammelehle
Laufzeit/ProjektstartJanuar 2021 – Dezember 2024
ProjektseiteEIKSA — Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung II
ErgebnisseIm Projekt EIKSA (gefördert durch den Öko-Aktionsplan) wurde die Gleichstandsaat (GSS) mit praxisüblichen Aussaatverfahren bei Soja und Winterweizen verglichen. Bei der GSS sind Reihenabstand und Abstand in der Reihe gleich groß.
Bei beiden Kulturen steigerte mehr Fläche pro Pflanze den Einzelpflanzenertrag. In einigen GSS-Varianten führte das trotz weniger Pflanzen pro m2 zu höheren Flächenerträgen. Für beide Kulturen erwies sich die 10 x 10 cm GSS in der Regel als optimal. Beim Winterweizen stieg der Rohproteingehalt mit zunehmendem Pflanzabstand von 9,9 % (Breitsaat) auf 11,1 % (20 x 20 cm GSS). Bei Soja verbesserte eine höhere Aussaatstärke in der GSS – je nach Sorte und Jahr – die Stickstofffixierung.
Die GSS kann also Ertrag und Qualität bei Soja und Winterweizen steigern. Sie hat aber auch Nachteile: Bei der mechanischen Beikrautregulierung, besonders beim Striegeln, schützen sich die Pflanzen nicht gegenseitig wie bei der Reihensaat – die Regulierung muss deshalb schonender und damit weniger wirksam erfolgen. Außerdem wiegen Pflanzenverluste durch schlechte Keimung, Auswinterung oder Fraß bei der GSS deutlich schwerer als bei der Reihensaat.
Derzeit fehlen geeignete Maschinen für eine enge, positionsgenaue GSS (Geo-Seeding). Ein Lösungsansatz wäre der Einsatz von Feldrobotern für Aussaat und Beikrautregulierung. Damit könnte die GSS künftig auch für andere Kulturen interessant werden.

Kontakt
Hammelehle,
Dr. Andreas
Beratungsstelle Friedberg
Homburger Straße 17
61169 Friedberg
+49 171 9138320
E-Mail senden
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.