Vitalbiene
| Projekttitel | Auswirkungen einer innovativen Bienenhaltung mit reduzierter Varroamilbenbehandlung auf die Leistungsfähigkeit und Vitalität von Honigbienen in der naturnahen Imkerei |
| Inhalt | Im Projekt Vitalbiene untersuchen wir die Auswirkungen einer innovativen Haltung auf die Leistungsfähigkeit, Gesundheit und die Vermehrung von Bienenvölkern. Es soll untersucht werden ob ein, im Zuge einer angepassten Völkerführung, erhöhter Parasitenbefall zur Paarungszeit positiv auf die natürliche Selektion der Honigbienen in Hinblick ihrer Anpassung an die Varroamilbe erreicht werden kann. Die Nutzung einer Sommerbehandlung mit biotechnischer Behandlungsmethode soll eine gute Überwinterung des Völker gewährleisten. Neben den wissenschaftlichen Untersuchungen wird Im Projekt ein Imkereinetzwerk aufgebaut um die Nutzung erprobter biotechnischer Methoden in der Praxis zu verstetigen. |
| Förderung | „Gefördert durch Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages“ |
| Gesamtkoordination | Universität Würzburg, Biozentrum, Lehrstuhl für Zoologie II |
| Projektpartner | Universität Würzburg, Biozentrum, Lehrstuhl für Zoologie II |
| Kontakt beim LLH | Dr. Marina Meixner Lena Frank |
| Laufzeit/Projektstart | 01.06.21 – 14.04.25 |
| Ergebnisse | Im Projekt Vitalbiene wurden zwei verschiedene Varroa-Behandlungskonzepte verglichen: ein herkömmliches Verfahren (Drohnenbrutentnahme, Ameisensäure im Sommer, Oxalsäure im Winter) und ein innovativer Ansatz (keine Drohnenbrutentnahme, induzierte Brutunterbrechung und Oxalsäurebehandlung im brutfreien Zustand im Sommer, Winterbehandlung nur bei erhöhtem Befallsgrad). Am Standort Kirchhain wurde dafür ein Feldversuch über drei Jahre durchgeführt. Der innovative Ansatz führte im Sommer zu höheren Befallsgraden, nach der Sommerbehandlung jedoch zu niedrigeren Werten. Gleichzeitig blieben die Honigerträge vergleichbar, sofern eine Winterbehandlung bei Völkern durchgeführt wurde, bei denen Befallschwellen deutlich überschritten waren. Die innovativ gehaltenen Völker zeigten zudem im Durchschnitt eine höhere Volksstärke vor dem Winter sowie einen höheren Überwinterungsindex, ohne dass Nachteile bei der Drohnenfitness beobachtet wurden. Der detaillierte Abschlussbericht zum Projekt ist auf der Webseite des Projektträgers (https://www.ble.de) veröffentlicht. Abschlussbericht und Praxismerkblatt |
