Neu: LLH-Beratungsnewsletter „Landwirtschaftliche Biodiversität“

Biodiversität ist schon lange kein Randthema mehr, sondern zu einem wichtigen Baustein einer zukunftsfähigen Landwirtschaft geworden. Mit dem neuen Informationsangebot erweitern wir unsere LLH-Newsletter um praxisnahe Inhalte zu landwirtschaftlicher Biodiversität. Neben den bereits etablierten Formaten entsteht damit ein weiteres Angebot, welches derzeit relevante Themen aufgreift und begleitet.

Betriebsnah und aktuell

Im Mittelpunkt stehen Fragestellungen, die direkt aus der Praxis kommen. Der Newsletter greift Themen auf, die landwirtschaftliche Betriebe beschäftigen und liefert Antworten:

  • Welche Arten lassen sich aktuell in der Feldflur beobachten? Welche Biodiversitätsmaßnahmen und Fördermöglichkeiten machen hier aus betrieblicher Perspektive und aus Sicht des Artenschutzes Sinn?
  • Wie kann man bei der Pflege von Wegrändern arbeitswirtschaftliche Erfordernisse und Anliegen der Biodiversität am besten unter einen Hut bringen?
  • Welche pflanzenbaulichen Aspekte sind bei der Anlage und Pflege von Blühflächen oder Getreidekulturen mit Biodiversitätsplus zu beachten?

Wir beleuchten aktuelle Entwicklungen in den Maßnahmen und knüpfen daran Empfehlungen.

Ein Jahr – eine Art

Ein besonderes Element ist die Begleitung einer ausgewählten wildlebenden Art in der Agrarlandschaft. Über das Jahr hinweg wird immer wieder ein Blick darauf geworfen, was dieses Lebewesen im Moment umhertreibt. Auch werden Entwicklungen und mögliche unterstützende Aktivitäten sichtbar gemacht, die sonst leicht übersehen werden.

Naturschutz und Betriebswirtschaft: Wo Lösungen liegen

Naturschutz und Wirtschaftlichkeit müssen sich nicht ausschließen. Im Grünland und Ackerbau gibt es eine große Auswahl an Maßnahmen, die Artenvielfalt fördern und bei entsprechender Planung praktikabel sowie kosteneffizient sind. Wichtig ist, dass Biodiversität nicht als Zusatzlast gedacht wird, sondern als Teil eines funktionierenden Betriebsmanagements.

Warum das Thema wichtig ist

Viele Betriebe stehen unter Druck: steigende Kosten, knappe Arbeitszeit, strengere Auflagen und gleichzeitig Erwartungen an mehr Umwelt- und Artenschutz. In dieser Lage gewinnen Lösungen an Bedeutung, die nicht nur ökologisch sinnvoll sind, sondern auch im Betriebsalltag funktionieren. Lösungen entstehen dort, wo Maßnahmen mehrere Ziele gleichzeitig erfüllen: Sie verbessern Lebensräume für Tiere und Pflanzen, schützen Boden und Wasser, steigern Gewinne, senken Kosten und/oder Arbeitszeit. Für Landwirte und Landwirtinnen ist wichtig, dass solche Maßnahmen planbar, vergütet und mit vorhandener Technik umsetzbar sind.

Wo Schnittstellen zu finden sind

Beispiele gibt es zahlreiche, abhängig von vorhandenen Betriebsstrukturen, Ausstattung und Arbeitsabläufen.

Ein Getreideanbau in erweiterte Reihenabstand mit blühender Untersaat kann nach Absprache gefördert werden und so Lebensmittelproduktion und die Bereitstellung von hochwertigen Lebensräumen gleichzeitig ermöglichen.

Mit Gewässerrandstreifen der Agrarumweltprogramme lassen sich Abstandsregelungen einfach einhalten, während gleichzeitig Lebensräume für Vögel, Insekten und Säugetiere entstehen. Ackerbrachen auf ungünstigen oder weiter vom Betrieb entfernten Flächen verringern Arbeitsaufwand und schaffen ein Plus an Biodiversität. Bei beiden Maßnahmen kommt zusätzlich noch eine Förderung zum Tragen.

Auch ein genauer Blick auf die Wegränder lohnt sich. Denn bei der Pflege gilt: Wegrand ist nicht gleich Wegrand. Je nachdem welcher Aufwuchs dort zu finden ist, lassen sich verschiedene Pflegeregime unterscheiden. Wenn keine Ungräser (Quecke, Trespe usw.) oder hartnäckige Unkräuter auftreten, kann ein selteneres Mulchen sinnvoll sein. Das spart Arbeitszeit und Maschinenkosten und erhöht zugleich wertvolle Rückzugsorte für viele Tierarten in der Gemarkung. Wie Wegrandtypen unterschieden werden können und welche Pflege jeweils passt, erfahren Sie unter anderem in unserem Newsletter.

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Der Newsletter bündelt aktuelle Entwicklungen in der Feldflur, Förderhinweise sowie fachliche Informationen und bereitet sie kompakt und praxisnah auf.

Er richtet sich an alle interessierten Landwirtinnen und Landwirte, unabhängig von ihrem Erfahrungsstand, die Biodiversität besser verstehen und umsetzen möchten.

Mit individuellen Anliegen wenden Sie sich jederzeit gerne an unser Beratungsteam für landwirtschaftliche Biodiversität.

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