LLH unterstützt die Förderstrategie „Hessen schmecken – mehr Heimat auf dem Teller“

Im Mai 2026 hat das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten Jagd und Heimat die neue Förderstrategie „Hessen schmecken – mehr Heimat auf dem Teller“ vorgestellt. Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) unterstützt die Umsetzung dieser Förderstrategie als fachlicher Partner für die landwirtschaftliche Erzeugung. Im Mittelpunkt stehen die Beratung und Begleitung der Erzeugerseite, der Wissenstransfer zwischen Praxis, Forschung und Beratung, die Vernetzung der Akteure entlang regionaler Wertschöpfungsketten sowie die enge Zusammenarbeit mit den weiteren Projektpartnern. Ziel ist es, die regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung nachhaltig zu stärken und innovative Ansätze „vom Acker bis auf den Teller“ in die Praxis zu bringen.
Die Arbeit des Projektteams „Hessen schmecken“ konzentriert sich auf drei Schwerpunktthemen:
- Traditionell und innovativ – Qualität und Genuss vom hessischen Schwein: Unterstützung regionaler Qualitäts- und Vermarktungskonzepte sowie Vernetzung von Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktungspartnern.
- Powerfood aus hessischem Anbau – pflanzliches Protein vom heimischen Feld: Stärkung des Anbaus und der Vermarktung heimischer Eiweißpflanzen sowie Unterstützung beim Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten für pflanzliche Proteine.
- Sieben auf einen Streich – Frankfurter Grüne Soße traditionsreich und neu interpretiert: Weiterentwicklung eines hessischen Leitprodukts durch die Gewinnung weiterer zertifizierter Betriebe sowie der Erschließung weiterer, neuer Absatzpotenziale.
Der LLH baut dabei auf seine etablierten Beratungsangebote in den Fachgebieten Tierhaltung, Pflanzenbau, Gartenbau, Unternehmensführung und Erwerbskombinationen auf. Über die landesweite Beratung verfügt der LLH über langjährige Kontakte zu landwirtschaftlichen Betrieben, ein breites Netzwerk innerhalb der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie umfassendes fachliches Know-how. Diese gewachsenen Strukturen bilden die Grundlage für die fachliche Unterstützung der Förderstrategie.
Zu Beginn der Projektarbeit werden bestehende Initiativen, Projekte und Netzwerke analysiert, um vorhandene Erfahrungen und erfolgreiche Ansätze aufzugreifen und für die Projektarbeit nutzbar zu machen. Ziel ist es, Synergien zu schaffen, Doppelstrukturen zu vermeiden und bereits bestehende Kompetenzen für den Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten zu nutzen.
Der LLH versteht sich dabei als Vernetzer zwischen landwirtschaftlicher Praxis, Beratung, Forschung, Verarbeitung und Vermarktung. In regionalen Fokusgruppen werden Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter zusammengebracht, um Bedarfe aus der Praxis zu identifizieren und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche Vermarktungsstrategie passt zum eigenen Betrieb? Lohnt sich der Einstieg in die hofeigene Verarbeitung? Welche Partner werden für den Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten benötigt? Oder kann die Zusammenarbeit in einer Erzeugergemeinschaft neue Marktchancen eröffnen? Ziel ist es, landwirtschaftliche Betriebe dabei zu unterstützen, neue Einkommensperspektiven zu erschließen, ihre Marktposition zu stärken und einen größeren Teil der Wertschöpfung auf dem eigenen Betrieb oder in der Region zu halten.
Die Erkenntnisse aus diesem Austausch fließen unmittelbar in das Beratungs- und Weiterbildungsangebot des LLH ein. Seminare, Workshops, Fachveranstaltungen und Exkursionen vermitteln praxisnahes Wissen, zeigen erfolgreiche Beispiele auf und unterstützen landwirtschaftliche Betriebe dabei, fundierte unternehmerische Entscheidungen zu treffen. So erhalten die Betriebe konkrete Orientierung für Investitions- und Vermarktungsentscheidungen und können die Chancen regionaler Märkte gezielt für die Weiterentwicklung ihres Unternehmens nutzen.
Darüber hinaus bringt der LLH gezielt Erzeugerinnen und Erzeuger mit Verarbeitungsbetrieben, Vermarktungsinitiativen, dem Lebensmittelhandwerk, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie weiteren Akteuren der regionalen Wertschöpfungsketten zusammen. Dadurch entstehen neue Kooperationen und belastbare Netzwerke, die regionale Produkte stärken und zusätzliche Wertschöpfung in Hessen ermöglichen. Für die Betriebe eröffnen sich neue Absatzmöglichkeiten, verlässliche Partnerschaften und zusätzliche Einkommenspotenziale. Gleichzeitig profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher von einem größeren Angebot hochwertiger Lebensmittel aus heimischer Erzeugung. So leistet der LLH einen wichtigen Beitrag dazu, dass mehr Lebensmittel aus Hessen verarbeitet, vermarktet und nachgefragt werden.
Projektpartner sind neben dem LLH die Hessen Agentur, die Marketinggesellschaft Gutes aus Hessen sowie die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank). Gemeinsam unterstützen sie die Umsetzung der Förderstrategie in den Bereichen Landwirtschaft, Verarbeitung, Vermarktung, Kommunikation und Förderung.
Weitere Informationen zur Förderung und zu den Projektpartnern finden Sie unter https://landwirtschaft.hessen.de/hessenschmecken.



