Kühle Nächte jetzt zur Getreidebelüftung nutzen

Die Ernte läuft vielerorts auf Hochtouren. Frisch eingelagertes Getreide ist häufig noch warm und sollte möglichst schnell auf 13 bis 15 °C abgekühlt werden. Da die Tagestemperaturen derzeit meist zu hoch sind, bieten die aktuell kühleren Nachtstunden die besten Voraussetzungen für eine wirksame Belüftung.

Eine zügige Abkühlung verbessert die Lagerfähigkeit, verringert Atmungsverluste und hemmt die Entwicklung von Kornkäfern und anderen Vorratsschädlingen. Für eine sichere Langzeitlagerung sind später Temperaturen unter 10 °C im Getreidestapel anzustreben.

Darauf sollten Sie achten:

  • Getreide vor der Einlagerung möglichst gründlich reinigen.
  • Schüttkegel im Lager einebnen.
  • Belüften, wenn die Außenluft mindestens 5 bis 7 °C kälter ist als das Getreide.
  • Nach der Belüftung die Siloanschlüsse wieder verschließen, um Schadnager fernzuhalten und eine Wiederbefeuchtung zu vermeiden.
  • Bereits abgekühltes Getreide möglichst nicht wieder erwärmen.

Für eine fachgerechte Belüftung sollten die Temperatur und Feuchte des Getreides sowie die Temperatur und relative Luftfeuchte der Außenluft regelmäßig kontrolliert werden. Wer die derzeit kühlen Nächte konsequent nutzt, schafft beste Voraussetzungen für eine sichere und verlustarme Getreidelagerung.


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