Ergebnisse der LSV Öko-Soja 2025

Späte Aussaat und ein trockener Frühling minderten die Erträge

Auch 2025 wurde der hessische Öko-Soja LSV an der Versuchsstation „Weilburger Grenze“ (WG) der Justus-Liebig-Universität Gießen 1 unter der Leitung von Markus Kolmer durchgeführt. Im Anbaugebiet 3 „Lehmige Standorte West“ wird nur außerhalb Hessens ein weiterer Öko-Soja LSV durchgeführt, weshalb hier die Ergebnisse beider Versuche besprochen werden. Dieser LSV wurde von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen am Standort Köln Auweiler (KA) durchgeführt, bis 2023 noch im nahe gelegenen Stommeln.
Die Anbaueignung für Soja wurde vom Julius Kühn Institut für beide Versuchsstandorte mit 12 (gut)
eingestuft 2. Beide Standorte verfügen über fruchtbare Böden mit 65 (WG) bzw. 70 (KA) Bodenpunkten und einem Humusgehalt von ca. 2%. Das Klima an der WG ist etwas kühler und trockener (8,9°C Jahresdurchschnittstemperatur, 654 mm durchschnittlicher Niederschlag) als in KA (9,5°C, 750 mm). Die Nährstoffversorgung an der WG war hoch (Kalium) bis sehr hoch (Phosphor, Magnesium) in KA niedrig (Phosphor) bis hoch (Magnesium).

Der LSV an der WG wird in der Gießener Lahn-Aue auf einer fruchtbaren Auengley-Vega mit der Bodenart schluffiger Ton durchgeführt. In KA liegt der Versuch auf einer Parabraunerde mit der Bodenart sandiger Lehm. Als Vorfrucht hatten beide Versuche Mais sowie die Zwischenfrucht Grünroggen. Der Nmin an der WG lag am 14.04.2025 bei 45 kg N/ha. Der Grünroggen wurde an der WG kurz vor der Soja Aussaat geschnitten und abgefahren. Der Zwischenfruchtanbau und der Abfuhr ihrer oberirdischen Biomasse kann den Nmin Gehalt zur Sojaaussaat senken. Dies begünstigt bei fachgerechter Impfung 3 eine frühe und reichliche Knöllchenbildung. Durch die Knöllchen wird nicht nur Stickstoff dem Acker zugeführt, sie sichern auch den Ertrag und ausreichende Rohproteingehalte. Um den optimalen Aussaatzeitpunkt nicht zu verpassen sollte im Zweifel lieber auf die Ernte der Zwischenfrucht verzichtet werden. Eine zu späte Aussaat kann nicht mehr aufgeholt werden, insbesondere in Gebieten mit ausgeprägter Frühsommertrockenheit.

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