Ergebnisse der LSV Öko-Winterdinkel 2025

Anbau von Öko-Dinkel

Der Anbau von Dinkel hat gerade im Ökolandbau schon immer eine gewisse Bedeutung und er ist oftmals eine etablierte Kultur in biologisch wirtschaftenden Betrieben. Die Vermarktung gestaltet sich allerdings nicht immer ganz einfach. Gerade in jüngster Vergangenheit zeigten sich durch Übermengen in den Jahren 2022/23 erhebliche Absatzschwierigkeiten. Seit vergangenem Jahr entspannt sich die Marktsituation wieder etwas. Dinkel, oder auch Spelzweizen genannt, ist eine Kulturform des Weizens, der in der Regel nicht frei dreschend ist. Das heißt, dass im Gegensatz zum normalen Weizen die Körner nach dem Drusch nicht entspelzt vorliegen, sondern in Ährenbruchstücken mit zwei bespelzten Körnern, den sogenannten Vesen. Der Spelzanteil liegt sorten- und jahresabhängig in etwa bei 20 bis 25 %, sodass der reine Kornertrag um diesen Faktor unter dem Vesenertrag liegt. Während der Anbau hinsichtlich Saatbettbereitung und Aussaat mit dem des Weizens vergleichbar ist, sind die Ansprüche des Dinkels an Standort und Nährstoffversorgung vergleichsweise geringer. Daher bietet sich eine Fruchtfolgestellung zum Beispiel nach Kartoffeln oder Körnerleguminosen an. Bei einer üppigeren Stickstoffversorgung kann der Dinkel, je nach Sorte, mitunter auch gern mal ins Lager gehen.

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