Arbeitende Herdenschutzhunde

Unbeaufsichtigte große Hunde in Weidetierherden, die ein eindeutiges Drohverhalten auch gegen sich nähernde Menschen zeigen: Das ist für viele Menschen noch eine völlig neue Erfahrung bei gewohnten Freizeitaktivitäten in unseren beliebten Weidelandschaften. Herdenschutzhunde (HSH) werden auch in Hessen verstärkt zum Schutz von Weidetieren vor Übergriffen großer Beutegreifer, wie Wölfen, eingesetzt. Das ist legal, sofern man sich dabei an die einschlägigen Regeln hält.

Es ist nicht immer zu vermeiden, dass HSH, die ihre Herde bewachen, hin und wieder arglose Spaziergängerinnen und Spaziergänger auf dem der Weide angrenzenden Feldweg lautstark verbellen und wohlmöglich zähnefletschend an der Weide entlang begleiten, bis sich die Passanten wieder von der Weidefläche entfernen. Das gehört zum normalen Schutzverhalten der HSH, falls sie die Personen (irrtümlicherweise) als mögliche Gefahr für die Herde einschätzen.

Passanten können diese Begegnungen für alle Beteiligten entstressen, in dem sie die folgenden Verhaltensregeln beherzigen.

Verhaltensregeln bei der Begegnung mit arbeitenden Herdenschutzhunden

Piktogramm für Herdenschutzhunde: Abstand haltenPiktogramm für Herdenschutzhunde: Hunde anleinenPiktogramm für Herdenschutzhunde: AbsteigenPiktogramm für Herdenschutzhunde: Nicht anfassen
Abstand HaltenHunde anleinenAbsteigenNicht anfassen
Der Weidezaun markiert die Reviergrenze für die HSH. Gehen Sie ruhig und in gebührendem Abstand am Zaun vorbei. Die HSH werden Sie wahrscheinlich bis zum Zaunende begleiten, um auf Nummer sicher zu gehen, dass Sie ihren engeren Schutzraum nicht betreten. Sollten Sie HSH einmal außerhalb des Zauns begegnen, entfernen Sie sich weiter von der Herde und treten im Zweifelsfall den Rückweg an. Umgehen Sie den Bereich der Weide weiträumig.Nehmen Sie Ihre eigenen Hunde beim Vorbeigehen bitte an die kurze Leine.
So vermeiden Sie Stress für die vierbeinigen Landschaftspfleger und schützen Ihre eigenen Lieblinge vor unnötigen Auseinandersetzungen mit den HSH.
Steigen Sie zur eigenen Sicherheit vom Rad und vom Pferd, denn schnelle und hektische Bewegungen oder auch laute Geräusche können HSH schlechter einschätzen.Ein von Ihnen gut gemeintes Streicheln und Füttern kann von den HSH missverstanden und für Sie zur Gefahr werden. Außerdem mögen sie es gar nicht, angestarrt oder durch Gesten und Geräusche nachgeahmt zu werden. Dadurch fühlen sie sich provoziert und reagieren entsprechend heftiger. Daher bitte unbedingt unterlassen.

Hinweisschild „Herdenschutzhunde“ beim LLH erhältlich

Hinweisschilder, in der Nähe der Einsatzgebiete der HSH gut sichtbar für Passanten aufgestellt, können erste Hinweise zum Verhalten der HSH geben und Tipps für den Umgang mit HSH.

Hessische Weidetierhalterinnen und -halter, die HSH einsetzen, können das abgebildete Alu-Dibond-Schild in der Größe DIN-A3 zum Selbstkostenpreis von 10,50 Euro pro Stück (Mengenrabat möglich) beziehen. Der LLH für eine „Warteliste“ für eine kostengünstige Sammelbestellung.

Kontakt für Bestellungen: Alexander Henz, LLH-Alsfeld, alexander.henz@llh.hessen.de, 0160 1599768

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