Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Mischungs- & Sortenempfehlungen

Grünland & Futterbau: Woran erkenne ich empfohlene Sorten und Mischungen?

Bei der Saatgutsortenwahl sollte auf die Offizialempfehlung zurückgegriffen werden. Die dort beschriebenen Sorten und Mischungen haben sich in den Ausdauerprüfungen der AG Mittelgebirge, die auf Praxisflächen angelegt und unter Praxisbedingungen bewirtschaftet werden, als besonders widerstandfähig und ertragreich herausgestellt.

Trotz rotem Aufkleber empfiehlt es sich die Mischungs- und Sortenzusammensetzung auf dem Etikett mit der offiziellen Empfehlung abzugleichen. Dabei sollten je Art und Reifegruppe 2 empfohlene Sorten zu je 50% enthalten sein.
Trotz rotem Aufkleber empfiehlt es sich die Mischungs- und Sortenzusammensetzung auf dem Etikett mit der offiziellen Empfehlung abzugleichen. Dabei sollten je Art und Reifegruppe 2 empfohlene Sorten zu je 50% enthalten sein.

Erkennbar waren diese Mischungen bisher durch das „Rote Etikett“. Diese Form der Saatgut-Auszeichnung ist allerdings bereits zum 01.01.2020 ausgelaufen.
Aktuell auf dem Markt befindliche Saatgutmischungen mit „roten Aufklebern“ entsprechen also nicht zwangsläufig den Vorgaben der Offizialberatung. Auch die Verwendung des Aufdrucks „Qualitäts-Standard-Mischung“ liefert keine Garantie, dass die enthaltenen Sorten(-anteile) der offiziellen Empfehlung gerecht werden.

Auf was kann der Landwirt bzw. die Landwirtin achten?

  • Sorten mit der Empfehlung vergleichen
  • Anteile vergleichen (Nachsaatmischung GV z.B. 25 % früh, 25 % mittel, 50 % spät)
  • 2 Sorten pro Art/Reifegruppe, je 50 % vom jeweiligen Mischungsanteil
  •  Sammelbestellungen organisieren und unabhängige Beratung nutzen!

Dieser Beitrag basiert auf einem Vortrag von Katharina Weihrauch, LLH-Beratungsteam Pflanzenbau.


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