Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktfruchtbau

Krautabtötung

Die Krautabtötung ist mittlerweile im intensiven Kartoffelanbau ein gängiges Verfahren

um:

  • bei wüchsigen Bedingungen die Bildung von Übergrößen zu vermeiden, die schlecht vermarktbar sind
  • die Größensortierung zu steuern
  • die Qualität zu sichern (z.B. Stärkegehalt)
  • den Erntetermin zu regulieren
Krautabtötung bei Kartoffeln
Auf der linken Seite ist eine unbehandelte Kontrollvariante zu sehen. Die Reihen auf der Mitte und der rechten Seite des Bildes wurden vor ca. 7 Tagen behandelt.

Die Maßnahme sollte frühestens mit beginnender Abreife der Kartoffel erfolgen. Die Kartoffelbestände sind dabei regelmäßig auf die Bildung von Übergrößen zu kontrollieren und bei entsprechendem Wachstum ist rechtzeitig die Krautabtötung der Bestände vorzunehmen.

Starke Laubbildung kann Probleme bei der Krautabtötung bereiten. Deshalb bietet die Kombination aus Schlegeln und nachfolgender Spritzung, bzw. einer Splitting-/Doppelbehandlung Vorteile. Zwischen Krautabtötung und Ernte sollten ca. drei Wochen vergehen (Abreife der Kartoffeln im Boden, Schalenfestigkeit). Es ist besonders auf eine gute Schalenfestigkeit zu achten, um spätere Erkrankungen und Fäulnis im Lager zu minimieren.

Unter folgendem Link sind Strategien zur Sikkation zu finden.

https://pflanzenschutzdienst.rp-giessen.de/ackerbau/pflanzenschutzempfehlungen-ackerbau/kartoffeln/krautabtoetung/


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