Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktfruchtbau

Saatbettbereitung zur Sojabohne

Die Aussaat der Sojabohnen rückt näher, daher sollte man sich in nächster Zeit schon mit der Saatbettbereitung befassen. Um die spätere Unkrautregulierung im Sojabestand zu erleichtern, und somit den Grundstein für einen erfolgreichen Sojaanbau zu legen, kann ein Teil des Unkrautdrucks bereits mit der Saatbettbereitung von der Fläche genommen werden.

Falsches Saatbett als Baustein der Unkrautregulierungsstrategie

Falsches Saatbett auf ca. 5,5 cm, kein flächiger Schnitt, Zwischenfruchtstoppel stehen teils noch
Falsches Saatbett auf ca. 5,5 cm, kein flächiger Schnitt, Zwischenfruchtstoppel stehen teils noch

Hierfür wird nach der Grundbodenbearbeitung einmal ca. 14 Tage vor der geplanten Aussaat sowie noch einmal kurz vor Aussaat der Sojabohnen ein sogenanntes „falsches Saatbett“ hergestellt. Dazu lockert man den Boden maximal bis zur Ablagetiefe des Saatgutes (4-5 cm) mit einem flach arbeitenden Bodenbearbeitungsgerät, wie etwa einem Federzinkengrubber, einer Egge oder ähnlichem. Dies regt Unkräuter zum Keimen an, die mit dem jeweils nachfolgenden Arbeitsgang beseitigt werden können. Zudem wird mit der Bodenbearbeitung die Kapillarität unterbunden und somit die notwendige Feuchtigkeit für die Keimung der Sojabohnen im Saathorizont gehalten. Eine noch tiefere Bodenbearbeitung dagegen führt zu unnötigen Wasserverlusten, die nach den Erfahrungen der letzten beiden Anbaujahre unbedingt vermieden werden sollten. Der ideale Boden zur Aussaat sollte klutenfrei und eben sein. Wichtig ist aber auch, dass das Saatbett durch die Arbeitsgänge nicht zu fein wird, da hierdurch die Gefahr der Verschlämmung nach stärkeren Niederschlägen steigt und die Sojabohnen dann unter Umständen ungleichmäßig auflaufen. Die Befahrbarkeit der Flächen sollte momentan überall gegeben sein. Nach der langen sonnigen Periode dürfte es eventuell sogar zu trocken für die Keimung von Unkräutern sein. Im Optimalfall gibt es vor oder nach dem Herrichten des falschen Saatbettes nochmal einige Liter Niederschlag, um dann gute Keimbedingungen für die Unkrautsamen zu ermöglichen. Achten Sie bei größeren Niederschlagsmengen vor den Bodenbearbeitungsmaßnahmen aber unbedingt auf die Befahrbarkeit, um Verdichtungen zu vermeiden. Soja reagiert hierauf sehr empfindlich.


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