Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Biodiversität

SchülerInnen der Altenburg-Schule Bad Zwesten lernen das Leben der Rebhühner kennen

Früher waren Rebhühner sehr häufig in fast jeder Feldflur anzutreffende Vögel. Heute sind sie in unserer Agrarlandschaft sehr selten geworden und vielerorts sogar gänzlich zurückgegangen – doch in den Feldern um Bad Zwesten kann man sie mit etwas Glück auch heute noch antreffen.

Scheu und perfekt getarnt

kleine Rebhuhnforscher; Foto: Elke Gundrum-Martins
kleine Rebhuhnforscher; Foto: Elke Gundrum-Martins

Die kleinen Hühnervögel sind scheu und mit ihrem graubraunen Federkleid bestens getarnt. Meist bekommt man sie erst zu Gesicht, wenn sie mit ihrem typischen surrenden Flügelschlag plötzlich vor einem Spaziergänger auffliegen, um nur wenige Meter später wieder zu landen und eilig laufend zu verschwinden.

Weil es um Bad Zwesten noch einen kleinen und recht stabilen Bestand an Rebhühnern gibt, wurde dieses Gebiet für eines von 10 Feldflurprojekten in Hessen ausgewählt. Mit diesen Feldflurprojekten setzt die Hessische Landesregierung ihre Biodiversitätsstrategie in die Praxis um. Das Vorhaben um Bad Zwesten wird durch eine Mitarbeiterin des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH) koordiniert und setzt überwiegend lebensraumverbessernde Maßnahmen in der Landwirtschaft um.

Im Februar waren an zwei Tagen kleine Rebhuhn-Forscher der Klassen 2a und 2b im Revier der Rebhühner unterwegs. Die beiden Klassen der Altenburg-Schule aus Bad Zwesten hatten die tolle Gelegenheit, mit den beiden Biologinnen Franziska Holzhauer und Laura Köhler das Leben der Rebhühner spielerisch aber dennoch fachlich fundiert kennen zu lernen.

Nur was man kennt, kann man auch schützen

Die jungen Rebhuhn-Forscher haben mit Klorollen-Ferngläsern die Landschaft nach geeigneten Verstecken und Spuren abgesucht und dabei einen echten Familienverband (Rebhuhnkette) im Forschungsgebiet nur knapp verpasst. Ein sich drückender Feldhase wurde von den Forschern jedoch sicher ausgespäht.

Durch altersgerechte Spiele konnten die Schülerinnen und Schüler der Altenburg-Schule vieles zu Futtersuche und Tarnung sowie zum geeigneten Lebensraum und den bestehenden Gefahren für die Vögel lernen. Der Forschertag in der Natur hat neben reinem Fachwissen ganz unbemerkt auch viele Zusammenhänge in der heimischen Natur, Rücksichtnahme auf unscheinbare und schwächere Lebewesen sowie auch mögliche Folgen eigenen Handelns vermittelt.

Beim kurz darauffolgenden zweiten Rebhuhn-Forscher-Tag konnte das Gelernte durch thematisch passende Spiele und Forscheraufträge erweitert und gefestigt werden. Zum Abschluss erhielt jede Klasse der frisch gebackenen Rebhuhnexperten eine hübsche Urkunde.

Spende ermöglichte die Umsetzung der Idee

Die Rebhuhn-Forscher-Tage wurden durch Andrea Imhäuser vom LLH in Zusammenarbeit mit dem Feldflurprojekt Bad Zwesten organisiert. Das Feldflurprojekt wurde initiiert im Rahmen der Umsetzung der Hessischen Biodiversitätsstrategie. Die Erarbeitung sowie Umsetzung des Unterrichtskonzeptes zu den Rebhühnern in der Natur wurde durch finanzielle Unterstützung der Raiffeisenbank Borken ermöglicht.

Weitere Termine sind in Planung

Für weitere 10 Schulklassen und 10 Kindergartengruppen wird momentan an einer Finanzierung gearbeitet, damit auch weiteren jungen Forschern ein solches kostenloses Naturerlebnis ermöglicht werden kann.

Interessierte KlassenlehrerInnen und Kindergartengruppen können Terminanfragen bereits richten an: Franziska.Holzhauer@mail.de .


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