Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Boden & Düngung

Bei Stroh und Mist auf Ungrasbesatz achten

Auf vielen Getreideflächen können auch in diesem Jahr wieder Windhalm, Ackerfuchsschwanz, Trespen, aber auch regional Weidelgräser beobachtet werden, die nicht sicher bekämpft wurden.
Die Ursachen sind vielschichtig. Es kann an ungünstigen Anwendungsbedingungen (geringe Luftfeuchtigkeit, starke Wachsschicht, zu weit entwickelte Gräser, …) mit schlechten Wirkungsgraden liegen. Ein anderer Grund sind Herbizidresistenzen, die in den letzten Jahren bei Ackerfuchsschwanz und vermehrt bei Windhalm zugenommen haben. Die Bedeutung von resistentem Weidelgras nimmt regional zu. Aber auch ein sehr spätes Auflaufen der Gräsersamen nach der Herbizidbehandlung kann die Ursache sein.
Wenn man Stroh oder auch Mist von Dritten in seinem Betrieb aufnimmt, besteht das Risiko, dass darin auch resistenter Ungrassamen enthalten ist. Beim Strohkauf kann man die Flächen ggf. noch vor der Ernte in Augenschein nehmen. Eine Risikobewertung bei Mist ist schon deutlich schwieriger. Beim Kauf von Stroh und Mist sollte man daher auch mögliche Folgerisiken beachten.


Dieser Beitrag stammt aus der Beratungs-Info Pflanzenproduktion Hessen-Nord/Mitte des LLH. Die Anmeldung zur Beratungsinfo und/oder ein Probeexemplar finden Sie hier.

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