Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Klimaschutz

Zwischenfruchtanbau – ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz!

Der Anbau von Zwischenfrüchten bietet bekanntlich einige pflanzenbauliche und auch ökologische Vorteile. Bei sorgfältiger Auswahl der Zwischenfrüchte, in Abstimmung mit den Hauptkulturen in der Fruchtfolge, kann die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen verhindert werden. Ebenso besitzen insbesondere schnellwachsende Pflanzenarten ein gutes Unkrautunterdrückungsvermögen und können somit den Konkurrenzdruck für die nachfolgende Hauptkultur mindern. Zudem können insbesondere Mischungen aufgrund ihrer großen Wurzelmasse in unterschiedlichen Bodenschichten die Bodenstruktur positiv beeinflussen. Eine wesentliche Aufgabe der Zwischenfrüchte besteht darin, die Nährstoffe (vornehmlich Stickstoff) über den Winter in ihrer Biomasse zu konservieren und somit Auswaschungsverluste zu reduzieren und damit zum Grundwasserschutz beizutragen. Zudem schützt die geschlossene Pflanzendecke vor Bodenerosion.

Zwischenfrüchte auf dem Feld
Zwischenfruchtmischung mit Sonnenblume, Ramtillkraut, Malve, Ackerbohne und Klee
Der Zwischenfruchtanbau spielt aber auch eine bedeutende Rolle beim Klimaschutz. Durch die Reduzierung von Nitratauswaschungen in tiefere Bodenschichten und letztlich in den Grundwasserkörper wird aber dabei nicht nur das Wasser geschützt, sondern auch das Klima. Denn durch den Austrag von Nitrat (NO3) in andere Ökosysteme kann durch mikrobielle Umbauprozesse klimaschädliches Lachgas (N2O) entstehen.

Meistens werden Sommerzwischenfrüchte angebaut, deren Aufwuchs nicht zu Futterzwecken genutzt wird. Sie sind in der Regel frostempfindlich und sterben über Winter ab. Die abgestorbene Pflanzenmasse wird dann im Frühjahr vor der Bestellung der nachfolgenden Hauptkultur in den Boden eingearbeitet oder verbleibt als schützende Mulchschicht auf der Bodenoberfläche. Diese organischen Pflanzenrückstände dienen der Humusanreicherung im Ackerboden. Durchschnittlich werden somit pro Hektar Zwischenfruchtanbau durchschnittlich 0,16 t Kohlenstoff im Jahr im Boden gespeichert. Dies entspricht mehr als einer halben Tonne CO2. Die konsequente und dauerhafte Integration von Zwischenfrüchten an passenden Stellen in der Betriebsfruchtfolge kann damit neben den vielen agronomischen Vorteilen zudem einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Haben Sie Interesse daran zu erfahren, welche Klimaschutzmaßnahmen in ihrem Betrieb integriert werden können, so fragen Sie uns gern nach einem individuellen Beratungstermin.


Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Durch die weitere Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen