Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Versuchswesen Marktfruchtbau

Ergebnisse der LSV Sommerweizen 2020 & Empfehlungen

Verglichen mit dem Vorjahr ist die Anbaufläche des Sommerweizens in Hessen annährend gleich geblieben.

Die Sortenprüfung des Sommerweizens erfolgt in einer randomisierten Blockanlage
Die Sortenprüfung des Sommerweizens erfolgt in einer randomisierten Blockanlage

In 2020 lag die hessische Anbaufläche laut statistischem Bundesamt bei 2.900 ha, in 2019 betrug diese 3.000 ha. Es fand also keine so starke Abnahme des Anbaus statt wie von 2018 (4.200 ha) auf 2019. Betrachtet man den Umfang des Anbaus von Winterweizen (142.900 ha) sowie von Sommergerste (18.800 ha) und Hafer (9.000 ha) in Hessen wird schnell klar, dass Sommerweizen nach wie vor nicht – oder nur selten –  aus seiner Nische hervortreten mag. Da es aber trotzdem vorkommt, dass der Sommerweizen jahresweise von großer Bedeutung ist, werden im Versuchswesen des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH) weiterhin Landessortenversuche (LSV) für den Sommerweizenanbau durchgeführt.

Häufig wird in der Praxis zum Sommerweizen gegriffen, wenn aufgrund widriger Aussaatbedingungen eine Einsaat nicht erfolgen kann oder wenn aufgrund sehr harter Winter der zuvor gesäte Winterweizen massiv auswintert. Die damit verbundene, plötzlich sehr stark erhöhte, Nachfrage nach Saatgut kann für eine angespannte Versorgungslage sorgen.

Unter optimalen bis guten Witterungsbedingungen ist der Sommerweizen ertraglich kaum konkurrenzfähig zum Winterweizen, da die Vegetationszeit deutlich verkürzt ist und somit weniger Phytomasse und Ertragsorgane gebildet werden können. Auch kann der Sommerweizen die im Winter häufig aufgefüllten Bodenwasserreserven nicht so effizient nutzen wie der Winterweizen-. Darunter leiden häufig Ertragsstabilität und Ertragssicherheit.

Um trotz der nicht ganz optimalen Voraussetzungen eine gute Ernte einzufahren, sollte Sommerweizen so früh wie möglich (Ende Februar bis Anfang März), und sobald die Böden befahrbar sind, gedrillt werden. Wegen der geringen Bestockungsfähigkeit des Sommerweizens sollten bei früher Saat Aussaatstärken von 400 Körnern/m² gewählt werden. Verschiebt sich die Saat, sollte die Saatstärke weiter erhöht werden. Sollte es hierbei allerdings zu einer guten Bestockung kommen, kann dies mit einer erhöhten Lagergefahr einhergehen.

Arbeitswirtschaftlich kann der Anbau von Sommerweizen dazu führen, dass Arbeitsspitzen, die sonst im Herbst anfallen, entzerrt werden. Ebenso stellt der Anbau von Sommerungen eine Möglichkeit dar, Problemungräsern, die typisch für Winterungen sind (z.B. Ackerfuchsschwanz), Herr zu werden.

Ein schwerer Start für den Sommerweizen 2020

Der Sommerweizen im hessischen Landesortenversuch 2020 wurde am hinteren Ende des praxisüblichen Zeitfensters Mitte/Ende März auf drei Standorten (Bad Hersfeld, Friedberg und Fritzlar) ausgesät. Die Saatstärke lag, je nach Standort, zwischen 280 Körnern/m² (Fritzlar) bis 450 Körnern/m² (Friedberg). Mit der Aussaat kamen neun Sommerweizensorten auf die Flächen, davon drei E- und sechs A-Weizensorten, die im LSV 2020 geprüft wurden.

Wie in den LSV üblich, fanden Pflanzenschutz- und Wachstumsreglerbehandlungen in zwei Intensitätsstufen statt. In der Intensitätsstufe 1 wird eine reduzierte Behandlung vorgenommen, sodass die Ertragsleistungen, die Standfestigkeit und die Krankheitsanfälligkeit der Sorte direkt zugeordnet werden können. Die zweite Intensitätsstufe zeigt zusätzlich, welches Ertragspotential Sorten entwickeln können, wenn sie mit Behandlungen über das Jahr begleitet werden.

Bedingt durch die Trockenperiode im Frühjahr 2020, die von März bis Mai anhielt, zeigten die Sorten recht früh Mängel in der Jugend- und Bestandesentwicklung. Die wieder ab Mitte Mai einsetzenden Niederschläge und kühleren Temperaturen sorgten allerdings für eine leichte Entspannung der Lage. Vereinzelt wurde in den Parzellen der Standorte Friedberg und Fritzlar ein Auftreten an Gelbrost (Puccinia striiformis), Mehltau (Blumeria graminis), Septoria-Blattdürre (Zymoseptoria tritici) und Braunrost (Puccinia tritinica) bonitiert. Wegen der trockenen Witterung konnte sich die Septoria-Blattdürre aber nicht in den Beständen ausbreiten.

Die Ernte am LSV-Standort in Bad Hersfeld erfolgte verhältnismäßig früh in der ersten Julihälfte. An den Standorten Fritzlar und Friedberg wurde in der zweiten Hälfte des Augusts das Erntegut eingefahren.

Mittlere Erträge über die LSV-Standorte stabil

Braun- und Gelbrost waren witterungsbedingt in den LSV die einzigen Pflanzenkrankheiten mit tatsächlicher Bedeutung. Diese traten allerdings auch nur in geringem Maße in der Intensitätsstufe 1 an den Sorten Anabel, KWS Expectum, KWS Mistral und Licamero auf. In der Intensitätsstufe 2 konnten sich die Rosterkrankungen aufgrund der zusätzlichen Behandlung nicht durchsetzen.

Durch die in der Intensitätsstufe 2 eingesetzten Wachstumsregler und Fungizide konnte am Standort Bad Hersfeld im Versuchsdurchschnitt ein Mehrertrag von 5,5 dt/ha realisiert werden (Tabelle 1). Den höchsten Zuwachs verzeichneten hierbei die Sorten KWS Expectum mit 8,3 dt/ha, Jasmund mit 7,8 dt/ha und Licamero mit 7,2 dt/ha. Auf den beiden anderen LSV Standorten fielen die Ertragszuwächse mit im Mittel 2,7 dt/ha (Friedberg) und 2,6 dt/ha (Fritzlar) merklich geringer aus. An Standort Fritzlar konnte weit vorne die Sorte Jasmund mit zusätzlichen 7,8 dt/ha aufwarten, in Friedberg waren deutliche Mehrerträge bei KWS Mistral (+6,2 dt/ha) und Jasmund (5,5 dt/ha) zu beobachten. In Fritzlar kam es bei den Sorten Quintus (-2,3 dt/ha) und KWS Mistral (-1,4 dt/ha) zu leichten Ertragseinbußen in der Intensitätsstufe 2. Diese könnten auf Verträglichkeitsprobleme bei der Wachstumsreglerapplikation hindeuten.

Im Vergleich zum Vorjahr fielen die mittleren Erträge über alle Versuchsstandorte mit 67,3 dt/ha in der Intensitätsstufe 1 und 70,9 dt/ha in der Intensitätsstufe 2 etwas geringer aus (Intensitätsstufe 1: 69,6 dt/ha, Intensitätsstufe 2: 71,3 dt/ha). Die Ergebnisse der einzelnen Standorte zeigten sich im Jahresvergleich unterschiedlich. Wo die Unterschiede der mittleren Erträge auf den Standorten im letzten Jahr noch recht hoch waren (von 59,6 dt/ha in Bad Hersfeld zu 86,4 in Fritzlar), liegen diese in 2020 deutlich dichter beieinander (von 68,0 dt/ha in Bad Hersfeld zu 73,1 dt/ha in Fritzlar in der Intensitätsstufe 2). Dies lässt sich u.a. durch annährend gleiche Niederschlagsmengen an den drei LSV Standorten, die in der Vegetationszeit zwischen 620-630 mm lagen, und ein an allen Standorten geringes Pflanzenkrankheitsauftreten erklären.

Als die insgesamt ertragsstärksten Sorten in der Intensitätsstufe 2 zeigten sich der mehrjährige geprüfte A-Weizen Licamero (79,4 dt/ha in Bad Hersfeld), die EU-Sorte Anabel (E-Weizen), Jasmund und die mittlerweile zweijährig geprüfte KWS Starlight. Auch die in diesem Jahr zum ersten Mal im Prüfsortiment vertretene Akvitan zeigte sich ertragsstark. KWS Starlight lag mit Licamero in der Intensitätsstufe 2 gleichauf und konnte ihn sogar in der Intensitätsstufe 1 überholen. Besonders an den Standorten Friedberg und Fritzlar konnte KWS Starlight mit stark überdurchschnittlichen Erträgen überzeugen. Mit Ausnahme der Sorte Jasmund können die zuvor genannten Sorten dieses Ergebnis auch in der Intensitätsstufe 1 bestätigen.

Fast durchweg gute Qualitäten

Die Qualität des Weizenerntegutes wird aktuell anhand der Kriterien Proteingehalt und Proteinqualität sowie der Fallzahl geschätzt. Schnelltests, die beispielsweise die Backqualität mittels Nahinfrarotspektroskopie vorhersagen können, sind derzeit noch in der Entwicklung, sodass sich an den zuvor genannten Parametern orientiert wird. Aktuell wird die Proteinqualität noch anhand des Sedimentationswertes eingestuft. Dieser Wert gibt Aufschluss über die sortenbedingte Quellfähigkeit der Kleberproteine des Weizens. Über die Fallzahl lässt sich abschätzen, ob während der Abreife des Weizens verstärkt alpha-Amylase gebildet wurde. Dieses stärkeabbauende Enzym wird besonders unter schlechten Witterungsbedingungen gebildet und hat unmittelbaren Einfluss auf die Verkleisterungsfähigkeit der Stärke im Teig. Ist der Gehalt zu hoch, leidet die Verkleisterung, wodurch die Verarbeitung des Teiges erschwert wird. Daher sind Sorten von Vorteil, die auch unter ungünstigen Abreifebedingungen ihre genetisch fixierte Fallzahl möglichst stabil halten. Insgesamt verlief die Abreife in diesem Jahr unproblematisch, sodass die über die LSV Standorte gemittelten Fallzahlen alle auf einem guten Niveau lagen. Der für E-Weizen geforderte Wert von 280 mL wurde selbst von allen A-Sorten im Prüfjahr überschritten.

Mit 13,7 % Proteingehalt in der Intensitätsstufe 2 im Mittel über alle Standorte liegen die Proteingehalte in 2020 wieder merklich höher als in den Vorjahren (2019: 12,4 %, 2018: 13,2 %). In Bad Hersfeld wurde ein mittlerer Proteingehalt von 13,4 %, in Fritzlar von 13,9 % und in Friedberg 13,8 % erreicht (vgl. Tabellen 2a und 2b). Damit lag der Proteingehalt in Bad Hersfeld wieder deutlich über dem des mittleren Vorjahreswertes (10,0 %), was wahrscheinlich auf die bessere Stickstoffaufnahme durch das höhere Wasserangebot im Frühsommer zurückzuführen ist. Damit lagen die Proteingehalte an alle Standorten im Mittel über denen der geforderten 13,0 % für A-Weizen.

Im A-Segment zeigten sich die Sorten KWS Mistral, Jasmund, Quintus und Licamero mit einem hohen Proteingehalt. Bei den E-Weizen zeigte KWS Expectum hohe Proteingehalte in beiden Intensitätsstufen, die über den geforderten 14,0 % liegen. SU Ahab erreichte den geforderten Wert nur in der Intensitätsstufe 2. Die EU-Sorte Anabel konnte in beiden Intensitätsstufen den Grenzwert nicht überschreiten.

Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Sedimentationswerte im Durchschnitt deutlich höher aus. In der Intensitätsstufe 1 wurden im Mittel 63 mL (Vorjahr: 53 mL) und in der Intensitätsstufe 2 62 mL (Vorjahr: 51 mL) erreicht. Die geforderten Grenzwerte für E-Weizen (50 mL) und A-Weizen (35 mL) wurden von allen Sorten an allen Standorten überschritten. Als stärkste Sorte zeigte sich hier die begrannte KWS Expectum mit 70 mL in der Intensitätsstufe 2.

Licamero überholt KWS Mistral, KWS Starlight legt zu

Nach nun dreijähriger Prüfung konnte Licamero den vorherigen Spitzenreiter KWS Mistral überholen, der in diesem Jahr nur unterdurchschnittliche Erträge lieferte (vgl. Tabelle 3), im Schnitt über die drei Prüfjahre aber eine gute Leistung brachte. Quintus zeigte auch in diesem Jahr wieder konstante Erträge, die aber unter dem Versuchsdurchschnitt liegen. Jasmund zeigte nun im dritten Prüfjahr ebenfalls leicht überdurchschnittliche Erträge in der Intensitätsstufe 2. Bei den E-Weizen liegen die Erträge von Anabel diesmal oberhalb des Durchschnitts. Die nun zweijährig geprüfte KWS Starlight konnte in diesem Jahr mit deutlich überdurchschnittlichen Erträgen punkten. Der Neuzugang Akvitan schließt das Prüfjahr mit überdurchschnittlichen Leistungen ab.

Sortenbeschreibung und -empfehlung 2021

Bei der Wahl einer geeigneten Sorte sollten neben der reinen Ertragsleistung ebenfalls weitere wichtige Eigenschaften einer Sorte berücksichtigt werden. Eine geringe Krankheitsanfälligkeit kann in befallsintensiven Jahren für eine ausreichende Ertragsstabilität sorgen. Hier sollte der Blick besonders in Richtung der Resistenz gegen Ährenfusarium gehen, da ein hoher DON-Gehalt des Ernteguts die Vermarktung deutlich erschweren kann. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass die ausgewählte Sorte die Qualitätsansprüche des Marktes erfüllen kann und dass das Ertragspotential der E-Weizen tendenziell unter denen der A-Weizen liegt.

Für den Anbau 2021 in Hessen erhalten die A-Weizen Quintus, Licamero und KWS Starlight eine volle Empfehlung. Die neu in das Prüfsortiment aufgenommene KWS Expectum wird als E-Weizen für den Probeanbau vorgeschlagen. In Tabellen 4a und 4b sind die relevanten Eigenschaften der im LSV geprüften Sorten in der Übersicht dargestellt.

Der begrannte Sommerweizen Quintus (Saaten-Union, Zulassung 2013) zeigt gegenüber anderen A-Weizensorten unterdurchschnittliche Erträge und eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Mehltau. Dafür kann Quintus mit einer sehr geringen Anfälligkeit gegenüber Gelbrost und einer geringen Anfälligkeit gegenüber Ährenfusarium punkten. Gerade in Fruchtfolgen, die einen Ährenfusariumbefall begünstigen (z.B. nach Mais), kann Quintus eine gute Möglichkeit sein, einer kritischen DON-Belastung des Ernteguts entgegenzuwirken. Hinsichtlich der Qualitätseigenschaften liegt die Sorte im guten Mittelfeld. Eine frühere Ernte wegen der geringen Fallzahlstabilität kann angebracht sein.

Licamero (Secobra SZ, Zulassung 2015) zeigt in beiden Intensitätsstufen überdurchschnittliche Erträge. Rohproteingehalt und Sedimentationswert liegen in einem guten Bereich. Fallzahl und Fallzahlstabilität sind im Mittelfeld angesiedelt. Eine frühe Ernte kann auch bei dieser Sorte angebracht sein. Wegen der hohen Anfälligkeit gegenüber Braunrost, sollte immer ein Auge auf das aktuelle Befallsgeschehen gerichtet sein. Die Standfestigkeit ist auf einem mittleren Niveau.

KWS Starlight (KWS, Zulassung 2018) überzeugte nach zwei Prüfjahren mit überdurchschnittlichen Erträgen, besonders in der Intensitätsstufe 2. Die Sorte weist eine größere Pflanzenlänge und eine als mittel eingestufte Standfestigkeit auf und ihre Abreife erfolgt mittelspät. Gegen Gelbrost zeigt sie eine gute Resistenz, bei Mehltau hat die Sorte allerdings ihre Schwächen. Der Proteingehalt liegt im noch akzeptablen Bereich, Fallzahl und Fallzahlstabilität belegen des Mittelfeld.

KWS Expectum (KWS, Zulassung 2019) weist ähnlich wie Quintus stabile, aber unterdurchschnittliche Erträge auf. Die E-Sorte kann aber durch ihre Qualitätsparameter und Gesundheit für einen Probeanbau durchaus in Frage kommen. Der Rohproteingehalt der Sorte ist hoch, ebenso sind Fallzahl und Fallzahlstabilität im oberen Bereich. Die Lageranfälligkeit sowie die Anfälligkeit gegenüber Gelbrost und Mehltau sind vergleichsweise gering, wodurch Behandlungen eingespart werden könnten.

 

Tabelle 1:
LSV Sommerweizen Hessen 2020, Kornertrag relativ zur Bezugsbasis (BB)

Qualitätsgruppe unbehandelt
(rel. zur BB)
fungizidbehandelt
(rel. zur BB)
VD, Versuchsdurchschnitt über alle Sorten; GD, Grenzdifferenz; FB, Friedberg; FZ, Fritzlar; HEF, Bad Hersfeld (Eichhof); 1) Resistenz gegen Orangerote Weizengallmücke
FB FZ HEF Mittel FB FZ HEF Mittel
BB (dt/ha) 66,5 70,7 63,9 67,0 69,8 73,1 68,8 70,6
VD (dt/ha) 67,8 71,5 62,6 67,3 70,5 74,1 68,0 70,9
GD 5 % (relativ) 9,2 8,4 10,1 8,8 8,1 9,3
Anabel EU  BB (E) 106 101 104 104 101 103 101 102
SU Ahab 1) E 100 101  94  98  99 101  94  98
KWS Expectum  (Grannen) E 101  95  86  94  99  97  92  96
Quintus BB  (Grannen) A  96 100  94  97  93  94  93  93
Licamero  BB A  99 104 113 105  99 106 115 107
KWS Mistral  BB A  93 100  99  97  97  95  94  95
Jasmund  BB A 106  95  91  97 109 102  96 102
KWS Starlight 1) A 116 112  98 109 111 109 100 107
Akvitan A 100 102 105 102 100 105 105 103

 

Tabelle 2a:
Landessortenversuch Sommerweizen Hessen; Qualitätsmerkmale (absolut), Versuchsjahr 2020 (Mittel über Standorte)

Rohproteingehalt in TM [%]
unbehandelt fungizidbehandelt
TKM = Tausendkornmasse
FB FZ HEF Mittel FB FZ HEF Mittel
Anabel EU  BB (E) 12,5 13,8 12,5 12,9 12,7 13,0 12,2 12,6
SU Ahab 1) E 13,5 14,1 13,9 13,8 14,0 14,1 14,1 14,1
KWS Expectum  (Grannen) E 14,8 14,5 13,8 14,4 14,6 15,0 14,0 14,5
Quintus BB  (Grannen) A 13,7 13,7 13,2 13,5 13,5 14,1 13,4 13,6
Licamero  BB A 14,0 13,6 13,6 13,7 14,4 14,2 13,3 13,9
KWS Mistral  BB A 14,4 14,6 13,6 14,2 14,3 14,2 14,0 14,2
Jasmund  BB A 13,8 14,2 13,8 13,9 13,9 13,8 13,6 13,8
KWS Starlight 1) A 13,1 12,9 13,0 13,0 13,4 13,1 13,0 13,1
Akvitan A 13,7 13,8 13,3 13,6 14,0 14,0 13,4 13,8
Mittel   13,7 13,9 13,4 13,7 13,8 13,9 13,4 13,7

 

Tabelle 2b:
Landessortenversuch Sommerweizen Hessen; Qualitätsmerkmale (absolut), Versuchsjahr 2020 (Mittel über Standorte)

TKM [g]
unbehandelt fungizidbehandelt
FB FZ HEF Mittel FB FZ HEF Mittel
TKM = Tausendkornmasse
Anabel EU  BB (E) 42,6 45,0 33,5 40,4 44,4 45,5 36,1 42,0
SU Ahab 1) E 48,6 52,0 39,6 46,7 47,7 53,9 43,5 48,4
KWS Expectum  (Grannen) E 51,2 49,9 38,3 46,5 48,3 49,3 39,9 45,8
Quintus BB  (Grannen) A 47,1 50,6 36,2 44,6 48,5 51,3 39,1 46,3
Licamero BB A 49,8 51,1 41,5 47,5 48,9 52,3 42,2 47,8
KWS Mistral  BB A 47,6 48,4 39,4 45,1 49,2 49,9 40,8 46,6
Jasmund BB A 45,0 46,8 35,9 42,5 45,0 48,5 38,3 43,9
KWS Starlight 1) A 47,6 50,4 37,8 45,3 47,9 49,9 40,2 46,0
Akvitan A 51,9 54,3 43,0 49,7 54,7 55,3 45,1 51,7
Mittel   47,9 49,8 38,4 45,4 48,3 50,7 40,6 46,5

 

Tabelle 3:
LSV Sommerweizen Hessen – mehrjährige Auswertung (2018 bis 2020); Kornertrag relativ zur Bezugsbasis (BB)

Qualitäts-gruppe unbehandelt
(rel. zur BB)
fungizidbehandelt
(rel. zur BB)
Jahr 2018 2019 2020 Mittel 2018 2019 2020 Mittel
VD, Versuchsdurchschnitt über alle Sorten; 1) Resistenz gegen Orangerote Weizengallmücke
 Orte 3 3 3   3 3 3  
BB  (dt/ha)  66,3  70,8  67,0  68,0  71,6  72,1  70,6 71,4
VD  (dt/ha)  66,5  69,6  67,3  67,8  71,5  71,3  70,9 71,2
Anabel EU  BB (E)  98  98 104 100  97 101 102 100
SU Ahab 1) E  96  98    98  98  
KWS Expectum  (Grannen) E  94    96  
Quintus BB  (Grannen) A  94  95  97  95  97  95  93  95
Licamero  BB A 103 101 105 103 101 101 107 103
KWS Mistral  BB A 105 106  97 103 103 103  95 100
Jasmund  BB A  99 101  97  99 102 100 102 101
KWS Starlight 1) A  99 109 104 102 107 104
Akvitan A 102   103  
Zenon E  96    94  
KWS Sharki E 101 102    97  99  
Servus A 102  87   103  92  
Cornetto  (Grannen) A 104   104  

 

Tabelle 4a:
Anbau-, Ertrags- und Qualitätseigenschaften der im LSV geprüften Sommerweizen nach Beschreibender Sortenliste 2020

  Anfälligkeit für
1-9 = Boniturnoten der Beschreibenden Sortenliste des Bundessortenamtes
(1 = sehr gering, kurz, früh; 9 = sehr hoch, lang, spät)
grün markierte Zellen: positiv zu bewertende Merkmale; orange markierte Zellen: negativ zu bewertende Merkmale
1) Sorte verfügt über Grannen
3) Resistenz gegen Orangerote Weizengallmücke
Sorten
Jahr der
Zulassung
Züchter/
Vertreiber
Reife
Pflanzen-
länge
Lager-
neigung
Mehl-
tau
Blatt-
sep-
toria
DTR
Gelb-
rost
Braun-
rost
Ähren-
fusarium
Anabel EU 2014 Streng /
IG Pflanzenzucht
5 3 5 1 5  – 2 5  
SU Ahab3) VRS 2019 Strube /
Saaten Union
5 4 3 5 5  – 4 4 5
KWS Expectum1) 2019 KWS Lochow 5 5 3 2 4  – 2 4 4
Quintus1) VRS 2013 Eckendorf /
Saaten Union
5 5 4 6 4  – 2 4 3
Licamero 2015 Secobra SZ 5 5 5 4 5  – 4 7 4
KWS Mistral 2015 KWS Lochow 5 5 5 4 6  – 5 5 5
Jasmund 2017 Strube /
IG Pflanzenzucht
5 3 3 4 5  – 4 5 5
KWS Starlight3) 2018 KWS Lochow 6 6 5 6 4  – 3 4 4
Akvitan 2019 DSV 5 5 4 4 5  – 4 4 5

 

Tabelle 4b:
Anbau-, Ertrags- und Qualitätseigenschaften der im LSV geprüften Sommerweizen nach Beschreibender Sortenliste 2020

Ertragseigenschaften Qualität
1-9 = Boniturnoten der Beschreibenden Sortenliste des Bundessortenamtes
(1 = sehr gering, kurz, früh; 9 = sehr hoch, lang, spät)
grün markierte Zellen: positiv zu bewertende Merkmale; orange markierte Zellen: negativ zu bewertende Merkmale
1) Sorte verfügt über Grannen
3) Resistenz gegen Orangerote Weizengallmücke
Sorten
Bestan-
des-
dichte
Korn-
zahl
pro Ähre
TKM
Korn-ertrag Stufe 1
Korn-ertrag
Stufe 2
Fallzahl
Fallzahl-stabi-
lität
Roh-
protein-gehalt
Sedimen-tations-
wert
Wasser-auf-
nahme
Mehl-ausbeute T 550 Volu-
men-ausbeute
Anabel EU 6 6 3 7 5 8 \ 6 9 6 7 8
SU Ahab3) VRS 4 5 8 7 6 8 + 7 9 8 6 8
KWS Expectum1) 5 5 6 6 5 7 + 8 9 6 6 8
Quintus1) VRS 5 5 6 6 6 6 o 7 9 6 5 6
Licamero 5 5 6 6 7 5 o 7 9 5 7 7
KWS Mistral 4 6 6 7 7 7 o 7 9 7 7 7
Jasmund 5 6 4 7 6 7 o 7 9 7 4 6
KWS Starlight3) 5 6 6 7 7 5 o 6 9 7 5 6
Akvitan 4 4 9 7 7 6 o 6 9 7 5 7

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